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18.11.2009
 

Auslandseinsätze

Kabinett beschließt Verlängerung der Bundeswehrmandate

Deutsche Soldaten in Afghanistan: Kabinett hat Mandats-Verlängerung beschlossenZur Großansicht
DDP

Deutsche Soldaten in Afghanistan: Kabinett hat Mandats-Verlängerung beschlossen

Entscheidung bei der schwarz-gelben Klausurtagung: Das Bundeskabinett hat die Verlängerung der Bundeswehr-Auslandseinsätze in Afghanistan, am Horn von Afrika und vor der libanesischen Küste beschlossen. Der Bundestag muss aber noch zustimmen.

Berlin - Die Bundesregierung hat die Afghanistan-Mandate im Rahmen der Internationalen Schutztruppe (Isaf) sowie die Mandate für die US-geführte Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" (OEF) am Horn von Afrika um ein Jahr verlängert. Außerdem hat das Kabinett für die Verlängerung des Unifil-Mandats der Vereinten Nationen vor der libanesischen Küste gestimmt. Der Bundestag muss diesen Entscheidungen noch zustimmen.

Das Bundeskabinett fasste den Beschluss bei seiner Sitzung im Rahmen der Klausur auf Schloss Meseberg.Im einzelnen soll das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan im Rahmen des Isaf-Mandats ab 15. Dezember mit der bisherigen Truppenstärke von 4.500 Mann um ein Jahr verlängert werden. Das Mandat für den Einsatz deutscher Soldaten in Nato- Aufklärungsflugzeugen vom Typ Awacs über Afghanistan soll vorerst nicht verlängert werden.

Möglicherweise wird die für Anfang kommenden Jahres geplante internationale Afghanistan-Konferenz eine Neumandatierung des Isaf-Einsatzes erfordern. Auf der Konferenz, für die bislang weder Ort noch Zeitpunkt feststehen, soll die afghanische Regierung stärker bei dem Prozess in die Pflicht genommen werden, zunehmend selbst für die Sicherheit in dem Land Verantwortung zu übernehmen. Außerdem sollen Zeitspannen zum Truppenabzug beschlossen werden. Das wiederum könnte Veränderungen bei den Obergrenzen zur Folge haben. Dann müsste das Isaf-Mandat sowohl vom Kabinett als auch vom Bundestag neu beschlossen werden. Kanzlerin Angela Merkel hatte sich schon vor dem Beschluss am Mittwoch festgelegt, dass die Obergrenze des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan vor der Konferenz nicht verändert werden soll.

Bundeswehr will fünf Schützenpanzer nach Kunduz verlegen

Der Marineeinsatz vor der afrikanischen Küste zur Eindämmung der Piraterie soll ebenfalls bis zum 15. Dezember 2010 verlängert werden. Hier soll allerdings die Truppenstärke von 800 auf 700 Personen verringert werden. Weniger Soldaten sollen künftig auch bei dem dritten Mandat eingesetzt werden, der Unifil-Mission zur Sicherung der libanesischen Küste. Dieses Mandat will das Kabinett von 1.200 auf 800 Soldaten verkleinern. Es soll bis zum 30. Juni 2010 weiter gelten.

Unterdessen will die Bundeswehr im kommenden Jahr mindestens fünf Schützenpanzer vom Typ "Marder" ins nordafghanische Kunduz verlegen, weil sich die Sicherheitslage dort verschlechtert hat. Das meldet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Auch ein moderner Bergepanzer soll dem deutschen Wiederaufbauteam in Kunduz demnach zur Verfügung gestellt werden.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte der Schutztruppe Isaf in der vergangenen Woche versprochen, 120 Infanteristen als Verstärkung nach Kunduz zu schicken. Sie werden dem Blatt zufolge zum größten Teil vom Panzergrenadierbataillon 92 in Munster in Niedersachsen gestellt.

FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff kritisierte derweil den internationalen Einsatz in Afghanistan als desorganisiert. Bei den militärischen Absprachen laufe "einiges durcheinander", sagte sie am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR). Die Nato-Partner verfolgten in den einzelnen Regionen des Landes unterschiedliche strategische Ansätze.

Eine Aufstockung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan schloss die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion aus. Zuvor müssten die USA ihre militärische und politische Strategie klarstellen.

anr/AP/ddp/Reuters/dpa

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Die neuesten Beiträge:
12.04.2010 von ANDIEFUZZICH: Mobat war besser

In Bezug auf das Ausländer raus sind sie sich durchaus einiger, als die bundesrepuplikanische Gesellschaft. Beim Nachlesen ihrer Postings beschleicht mich obendrein der Verdacht, dass sie selber möglicherweise gar nicht vor Ort [...] mehr...

12.04.2010 von nachthai:

Nach dem deutschen Versagen im Norden, einen solchen Beitrag abzudrücken ist deutlich mehr als Realitätsignorant! mehr...

12.04.2010 von archelys: Das Verbrechen ist aus der Sicht der Verbrecher nicht unsinnig

Sie benutzen den Begriff "Unsinn" hier im Sinne unvernünftigen Handelns. Aus der Sicht der Afghanistan-Krieger ist er nicht unsinnig, man verrät uns allerdings den Eigensinn nicht, der ihm zugrunde liegt, weil wir ihn [...] mehr...

12.04.2010 von triztan: ..., darunter auch Kinder und Frauen.

Es gab XX Tote, darunter auch Kinder und Frauen. Ein vermeintlicher Standardsatz. Doch was will er uns sagen? Sind (a) keine Männer gestorben? Oder ist es (b) halb so schlimm, wenn Männer sterben?? In Zeiten der [...] mehr...

12.04.2010 von viceman: "wir" kämpfen nicht für ein

"freies afghanistan" - sie auch nicht! wenn sie was vom aktuellen krieg sehen wollen, dann empfehle ich: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688532,00.html das ist die freiheit , der frieden ( o.ä. dummschwätz ) [...] mehr...

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Die Positionen der Parteien zum Afghanistan-Einsatz

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Die Union will die Gefahr bannen, dass "Instabilität und Terror" von Afghanistan aus auch auf Deutschland ausstrahlen. Mit Blick auf den deutschen Einsatz betont die Union, dass militärische Sicherheit und ziviler Aufbau voneinander abhängig seien. "Ohne Sicherheitspräsenz ist kein Wiederaufbau, ohne Erfolge beim Wiederaufbau keine Reduzierung der Sicherheitspräsenz möglich." CDU und CSU wollen den Afghanistan-Einsatz zeitlich nicht konkret begrenzen. Sie machen vielmehr "tragfähige staatliche Strukturen" zur Voraussetzung für eine "spätere Reduzierung und schließlich zur Beendigung" des militärischen Engagements. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte im September 2009 aber eine deutliche Verbesserung der Lage bis zum Jahr 2014.

SPD: In zehn Schritten zum Abzug

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