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24.11.2009
 

Videobotschaft

Deutscher Dschihadist in Pakistan getötet

Von Yassin Musharbash

Bild aus IBU-Videobotschaft: "'Abu Safiyya', starb am 17. Oktober 2009 den Tod der Ehre."Zur Großansicht

Bild aus IBU-Videobotschaft: "'Abu Safiyya', starb am 17. Oktober 2009 den Tod der Ehre."

Der Islamist Javad S. aus Bonn, der sich der Islamischen Bewegung Usbekistans angeschlossen hatte, ist offensichtlich tot. Das geht aus einer Videobotschaft hervor, in der auch seine Witwe zu Wort kommt. Demnach starb "Abu Safiyya" im Kampf gegen pakistanische Soldaten.

Berlin - "Er kam, sah und siegte": Ausgerechnet mit einer Anlehnung an ein Zitat des römischen Kaisers Julius Cäsar haben die Propagandisten der Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU) ihre Videobotschaft betitelt, die sie in der Nacht zum Dienstag ins Netz stellten. Der Botschaft zufolge ist der aus Bonn in die Krisenregion Waziristan eingereiste Dschihadist Javad S. tot. Der 22-Jährige sei im Kampf gegen pakistanische Soldaten gefallen.

Javad S., der sich "Abu Safiyya" nannte, war als IBU-Kämpfer Anfang Oktober in einem Propagandavideo aufgetreten. Ob die aktuelle Videobotschaft authentisch ist, kann ohne weiteres nicht unabhängig bestätigt werden. Sicherheitskreise gehen allerdings von ihrer Echtheit aus. In dem Video sagt ein Sprecher: "Javad S., bekannt als "Abu Safiyya", starb am 17. Oktober 2009 den Tod der Ehre." Er habe wahr gemacht, wozu er sich "seinem Herrn gegenüber verpflichtet" habe.

Das knapp über zehn Minuten lange Video wurde zunächst auf einer populären Videoplattform im Internet eingestellt. Es liegt SPIEGEL ONLINE vor.

Am Ende kommt auch eine vollverschleierte Frau zu Wort, die sich als die Witwe zu erkennen gibt und als "Ummu Safiyya" eingeführt wird. Wie jede Witwe eines Dschihad-Kämpfers sei sie "stolz", sagt die Frau. Der "Märtyrertod" ihres Mannes sei eine "weitere Gunst Gottes". Sie selbst werde weiter an Ort und Stelle bleiben und "meine Pflicht im Dschihad erfüllen". Um ihren Mann solle nicht getrauert werden. Sie sei mit ihm und der gemeinsamen Tochter "für ein Leben in Freiheit" hierhergekommen und rufe andere "Schwestern" auf, es ihr gleich zu tun.

Javad S. soll mit einer deutschen Konvertitin verheiratet sein. Die in dem Video auftretende Witwe spricht einwandfreies Deutsch.

Die IBU ist eine ursprünglich usbekische militante Gruppe, die wegen des Verfolgungsdrucks in ihrer Heimat seit Jahren aus dem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet operiert. Sie arbeitet eng mit den Taliban und mutmaßlich auch mit al-Qaida zusammen. Außer Javad S. kennen die deutschen Behörden mindestens drei weitere IBU-Rekruten in ihren Reihen: Yassin und Mounir Chouka aus Bonn und Schahab D. aus Hamburg.

Alle drei tauchen auch in dem aktuellen Video auf und halten Nachrufe auf "Abu Safiyya". Schahab D. berichtet von einer Schlacht zwischen den IBU-Kämpfern und pakistanischen Soldaten, in der "Abu Safiyya" einen Raketenwerfer abgefeuert habe. Die Passage ist nicht eindeutig, aber es wird angedeutet, dass "Abu Safiyya" von pakistanischen Soldaten getötet wurde. Die pakistanische Armee hat vor wenigen Wochen eine Militäroffensive in Waziristan begonnen.

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13.12.2009 von A&O:

...aber das Ganze ist doch ein schönes Beispiel dafür wie islamistsiche Terroristen ein wahrlich friedliches Volk , nämlich die Thais versuchen zu verdrängen. Was sich im Süden Tahilands abspielt kann und darf nicht entschuldigt [...] mehr...

13.12.2009 von Nachtschwester Ingeborg:

Nein, weil es nicht warscheinlich ist. ---Zitatende--- Tja, da beißt sich dann Ihre Katze in den Schwanz. Denn "wahrscheinlich" ist nicht die Frage bei realen Ereignissen. Und Al Qaida ist real, ihre Terroranschläge [...] mehr...

13.12.2009 von Khaled:

Aha also sind die Malaysier also vielfach Chaffeure in Thailand? Na ja interessante Feststellung.....was genau hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Eine eigene Mafia und die halten ganze Dörfer in Schach, wer jetzt die Chaffeure [...] mehr...

13.12.2009 von Montanabear: Internationaler Terrorismus

Ich habe fünf Jahre in Thailand gelebt und bin auch viel herumgereist, mit Thai Freunden. Malaysische Männer kamen und drohten Thais, die Chauffeure für wichtige Ausländer waren. Sie übernahmen diese Jobs und nicht wenige der [...] mehr...

13.12.2009 von Khaled:

Was für eine Logik hätte man den Irak nich angegriffen, dort gab es keine Al Kaida Leute, dann hätten die woanders zugeschlagen. Übrigens die habwen in anderen Ländern zugeschlagen, Algerien zB obwohl man in den Irak [...] mehr...

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Terrorpropaganda gegen Deutschland

Al-Qaida

Osama Bin Ladens Terrornetzwerk al-Qaida hat die Erwähnungen und direkte Ansprache Deutschlands in seiner Propaganda massiv gesteigert. Mittlerweile präsentiert al-Qaida sogar einen aus Deutschland stammenden Terrorwerber, den 32 Jahre alten Bekkay Harrach aus Bonn, der sich 2007 der Organisation angeschlossen haben soll. Im Januar 2009 erklärte Harrach alias "Abu Talha" in seiner Rede "Das Rettungspaket für Deutschland", dass die Bundestagswahl am 27. September eine einmalige Gelegenheit sei, sich vom Afghanistan-Einsatz abzuwenden. Deutschland könne anderenfalls nicht ernsthaft glauben, ungeschoren zu bleiben. Im Februar 2009 sprach er über die Finanzkrise, verzichtete aber auf Terrordrohungen. Am 18. September 2009 kündigte er dagegen explizit Anschläge in Deutschland innerhalb von zwei Wochen nach der Wahl an, sollte von ihr nicht ein Signal für den Abzug aus Afghanistan ausgehen. Wenige Tage danach folgten zwei predigtähnliche Reden von ihm, "O Allah, ich liebe Dich" Teil 1 und Teil 2. Darin versuchte er, deutsche Muslime für den bewaffneten Kampf zu gewinnen.

Jenseits von Harrach gibt es zwei weitere Qaida-Videos, in denen Deutschland allgemein mit Vergeltung gedroht wird.

Osama Bin Laden hat sich unterdessen seit Jahren nicht mehr zu Deutschland geäußert. Am 25. September veröffentlichte er allerdings eine Rede an "die europäischen Völker". Darin drohte er zwar nicht ausdrücklich mit Terroranschlägen in Europa, forderte jedoch erneut einen Abzug aus Afghanistan und warnte vor Vergeltung.

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