Berlin - Ein wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Finanzministeriums empfiehlt der Bundesregierung, fünf der 20 größten Steuervergünstigungen komplett zu streichen. Dazu zählen auch mehrere seit Jahren umstrittene Regelungen - auf der Liste stehen:
Die Vergünstigungen seien ökonomisch unsinnig und nicht zu rechtfertigen, schreiben sie als Begründung. Fielen sie weg, könnte der Staat knapp 4,8 Milliarden Euro an Subventionen einsparen.
Erstellt wurde die Studie von Experten des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts aus Köln, des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und des dänischen Beratungsunternehmens Copenhagen Economics.
Zehn weitere Steuervergünstigungen, darunter Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Vergünstigungen für Biokraftstoffe, sollten "grundlegend gestrafft" werden. Sie stehen für ein Subventionsvolumen von 10,5 Milliarden Euro.
Nur fünf Subventionstatbestände halten die Forscher für gerechtfertigt, etwa die Förderung der Riester-Rente, den Sparerfreibetrag oder die Zulage für Ausrüstungsinvestitionen.
Gutachten könnte Schäuble als Blaupause dienen
Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. Aus Angst vor unangenehmen Diskussionen ließ er jedoch die Fertigstellung der Expertise bis nach der Bundestagswahl hinauszögern. Profitieren könnte davon nun sein Nachfolger Wolfgang Schäuble (CDU) - es könnte ihm als Blaupause dienen, um im kommenden Jahr Geld für die notwendige Haushaltssanierung einzusparen.
Denn das nun von der Bundesregierung beschlossene Wachstumsbeschleunigungsgesetz wird neue Löcher in die Staatskasse reißen: So sollen ab dem 1. Januar 2010 Familien und Unternehmen um jährlich bis zu 8,5 Milliarden Euro entlastet werden. Und weitere Großprojekte sind von der schwarz-gelben Regierung geplant: Die Steuerreform von 2011 bis 2013 soll dann laut Koalitionsvertrag insgesamt 24 Milliarden Euro kosten.
Im Streit um Kompensationsleistungen des Bundes für Steuerausfälle der Länder wegen der 2010-Reform gibt es nach SPIEGEL-Informationen offenbar Ansätze für eine gütliche Einigung. Auf einer Klausurtagung der schleswig-holsteinischen CDU-Landtagsfraktion in Lübeck sagte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in der vergangenen Woche, es gebe "Signale aus Berlin, dass man zu einer Lösung finden" könne - noch vor der Abstimmung über das umstrittene Wachstumsbeschleunigungsgesetz am 18. Dezember im Bundesrat.
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Super Idee, wo sind dann die Vermögenspositionen? mehr...
a) Griechenland Pleite gehen lassen - nicht schon wieder Kotau vor der Banken - in der Hoffnung auf Beiratspöstchen. b) Beamtenpensionen auf 150% der Renten deckeln. c) Geldverschwendung als "Untreue im Amt" strafbar [...] mehr...
Gar nicht. Er soll weniger ausgeben. Das Eintreiben von Steuern ist die Finanzierungsseite des Staates. Nimmt er weniger ein, soll er nicht anderweitig refinanzieren, sondern seinen Leistungskatallog überdenken. mehr...
Das sollten sie die Rabenmutti Frau Mekel fragen. Bis heute hat sie nicht gesagt, wer die Zeche letztlich bezahlen wird und schont immer noch ihre Freunde bei den Banken. Die Bundestagswahl hat CDU und FDP durch [...] mehr...
Wie soll der Staat Steuersenkungen finanzieren? Hallo, mehr so steuer CD´s kaufen! Wieviel wird denn in einem jahr in D an steuern hinterzogen? mehr...
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