Berlin - Um die bayerische Polit-Rebellin Gabriele Pauli will es einfach nicht still werden. Jetzt droht ihr gar die eigene Partei abhandenzukommen. In einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) fordern führende Köpfe der neuen Pauli-Truppe Freie Union nach SPIEGEL-Informationen das Verbot der eigenen Gruppierung.
Die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Josef Brunner, Heike Seise und Peter Frühwald sowie der Bundesschriftführer Daniel Schreiner stufen die Freie Union in dem Schreiben als "verfassungsfeindliche Partei" ein, gegen die der Minister vorgehen müsse. Die vier Abtrünnigen werfen der Chefin diktatorische Anflüge vor. So habe Pauli in einer Sitzung des Bundesvorstands verkündet: "Ich bin die Partei."
Es gebe in der Union keine direkte Kommunikation, eine undurchsichtige Finanzführung, ständige Querelen in den Landesverbänden sowie reihenweise Aus- und Rücktritte. Die Satzung der Partei sei in mehreren Punkten verfassungswidrig. Sie verstoße gegen das Grundgesetz und das Parteiengesetz, meinen die Vorstände. Die vier Aussteiger wurden unterdessen vorläufig von ihren Ämtern suspendiert und ihrer Mitgliederrechte enthoben.
Dass Pauli mit ihren Kritikern nicht zimperlich umgeht, zeigte sich bereits auf dem letzten Bundesparteitag der Freien Union. Das Delegiertentreffen im Juli war völlig aus dem Ruder gelaufen, nachdem Pauli Aufmüpfige des Saales verwiesen und Journalisten zum Gehen aufgefordert hatte.
vme
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URKOMISCH! Bin auch sehr dafür, die Pauli vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen... mehr...
Ach salz63, diese Einordnung der Unterstützung von Quelle-Geschädigten als schamlose Bauernfängerei usw. einzuordnen, zeugt doch nur davon, dass hier jemand festgestellt hat, dass er selbst schamlos nichts getan hat, um diesen [...] mehr...
Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Eine Parteineugründung ist oft mit viel Idealismus der Gründer verbunden, aber manchmal zieht dies auch "Möchtegern" Karrieristen an. Beide "Lager" kämpfen dann um Macht [...] mehr...
Die gleiche populistische Medien-Kampagne der radikalistischen Neoliberalen wie bei deren Aktionen gegen die Linkspartei. mehr...
Das empfinde ich eher als schamlose Bauernfängerei und perfiden, zutiefst unseriösen, Wahlkampf auf Kosten der entlassenen Quelle-Mitarbeiter. mehr...
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