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24.12.2009
 

Kritik an Bundeswehr-Einsatz

Käßmann fordert Rückzug aus Afghanistan

Ratsvorsitzende Käßmann: Gespräche mit den Taliban wagenZur Großansicht
AP

Ratsvorsitzende Käßmann: Gespräche mit den Taliban wagen

"Dieser Krieg ist so nicht zu rechtfertigen": Bischöfin Margot Käßmann fordert einen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan. Der Kampf gegen Waffen- und Drogenhandel müsse aber weitergehen, sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Hannover - Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat einen schnellen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert. "Auch nach den weitesten Maßstäben der Evangelischen Kirche in Deutschland ist dieser Krieg so nicht zu rechtfertigen, deshalb muss die gewalttätige Auseinandersetzung möglichst rasch beendet werden", sagte Käßmann der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Sie fordere einen Rückzug der deutschen Soldaten "möglichst bald".

Einen Abzug der Militärseelsorger lehnte Hannovers Landesbischöfin aber ab, da die Geistlichen wichtige Seelsorger der Soldaten blieben. "Hier wird kein Krieg abgesegnet, sondern werden Menschen begleitet", sagte Käßmann.

Die EKD-Ratsvorsitzende kritisierte, es sei "zum Verzweifeln", dass im Afghanistan-Konflikt "wieder einmal das Militärische den Vorrang" vor allen anderen Mitteln bekommen habe. So müsse etwa der Waffen- und Drogenhandel, der den Terror finanziere, unterbrochen werden. Auch mit den Taliban müsse man Gespräche wagen.

Die 51-Jährige steht der evangelischen Kirche in Deutschland als Nachfolgerin von Bischof Wolfgang Huber seit Oktober 2009 vor. Sie ist die erste Frau an der Spitze der EKD.

jok/ddp

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insgesamt 196 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
04.01.2010 von paul46: Käßmanns Äußerungen zu Afghanistan

Die Bibel als Grundlage für Kirchenvertreter Bischöfin Käßmann hat zum ersten Male als Ratsvorsitzende der EKD die raue politische Wirklichkeit kennenlernen müssen. Für einen Kirchenvertreter – egal ob er mehr rechts oder links [...] mehr...

04.01.2010 von charleshenry: Keine Soldaten heißt aber auch Unterdrückung

Sklaverei durch die Taliban. Heißt aber auch, keinerlei Hilfen mehr für die Bevölkerung. Heißt auch Christen haben nichts mehr dort zu suchen, wenn doch bezahlen sie es mit ihrem Leben. Frau Käßmann gibt mit Ihrer Aussage [...] mehr...

03.01.2010 von Rotspoon: Aber ja!

Es ist politisch nicht korrekt, einfach die Wahrheit zu sagen. Die Frau zeigt Courage. Aber sie verlangt zuviel von den deutschen Waffenbrüdern: Angesichts der massakrierten Zivilisten und der gefallenen Soldaten kann die [...] mehr...

28.12.2009 von zenobit: plöp

Ich geb zu- hab mich hinreißen lassen. Mea culpa! Kann nicht immer emotionslos antworten ;-) Hier ist die Statistik. (http://dark-wraith.com/images/AfghanistanOpium0.png) Natürlich haben die Taliban vor 2001 auch an [...] mehr...

28.12.2009 von Alter_Reservist: Wiki als Quelle

ist zwar schön aber nicht alles.. Und da ist es wieder *meine / Ihre* Quelle.. mehr...

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