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02.01.2010
 

Umstrittenes Swift-Abkommen

BKA hält Bankdaten-Transfer in die USA für unsinnig

BKA-Präsident Jörg Ziercke: Seine Behörde kritisiert das Swift-AbkommenZur Großansicht
AP

BKA-Präsident Jörg Ziercke: Seine Behörde kritisiert das Swift-Abkommen

Für die Terrorfahndung nutzlos: Das Bundeskriminalamt hat die Weitergabe von Bankverbindungen in die USA scharf kritisiert - und damit Innenminister de Maizière widersprochen. Laut BKA rechtfertigt der erhebliche Aufwand nicht die gewonnenen Erkenntnisse über die Finanzierung von Terrorismus.

Hamburg - Deutsche Ermittlungsbehörden halten nach Informationen des SPIEGEL die Weitergabe von Bankdaten an die USA im Zuge des sogenannten Swift-Abkommens für nutzlos bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Sie kommen damit zu einer anderen Einschätzung als ihr oberster Dienstvorgesetzter, Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

In einem internen Vermerk des Bundeskriminalamts heißt es: "Die aus fachlicher Sicht zu erwartenden Erkenntnisse aus einem systematischen und umfangreichen Abgleich der Swift-Daten rechtfertigen - zumindest für den Bereich der Finanzierung des Terrorismus - aus hiesiger Sicht nicht den mit der Datenrecherche verbundenen erheblichen materiellen und personellen Aufwand."

Der Innenminister hatte Ende November im EU-Ministerrat kein Veto gegen das sogenannte Swift-Abkommen eingelegt. Er ebnete so den Weg, dass US-Fahnder Einblick in europäische Bankdaten nehmen können, und setzte sich damit über datenschutzrechtliche Bedenken hinweg, die insbesondere die FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger angemeldet hatte. De Maizière hatte damals erklärt, das Abkommen bringe "mehr Sicherheit bei der Terrorbekämpfung".

In dem Papier des BKA, das dem Innenministerium direkt unterstellt ist, heißt es dagegen: "Für den Bereich der Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität besteht kein fachlicher Bedarf beziehungsweise kein operatives Interesse an der Nutzung des Swift-Datenbestandes zum Zwecke einer systematischen anlassunabhängigen Recherche."

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insgesamt 325 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.07.2010 von aktivx: Geldsäcke?

Geldsäcke und Pfeffersäcke wurden ersetzt durch "Meudalisten" - einfach mal googeln. Es wäre durchaus mal eine Forschungsarbeit Wert, zu prüfen wer mehr Opfer zu verzeichnen hat. Nur wird es eine solche Untersuchung [...] mehr...

05.02.2010 von Arthi:

Ja, der Terrorstaat droht damit sich die Daten dann halt anders zu besorgen. Vielleicht ja wieder durch Folter. mehr...

05.02.2010 von delta058:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676040,00.html Soso, das sich die EU-Parlamentarier zur Abwechslung mal der Bürgerrechte besinnen löst in den USA also Drohgebaren Europa gegenüber aus. Tja wer solche Verbündete [...] mehr...

20.01.2010 von Kitkat01: Panik mache

Das ist doch alles nur Panik mache. Wenn selbst die Sicherheitsexperten sagen, dass sie trotz Nacktscanner diese Bombe nicht entdeckt hätten... Immer neue Sicherheitsvorschriften und Geräte habe die Sicherheit zwar erhöht, aber [...] mehr...

08.01.2010 von vantast: Transparenz mal andersherum

Ich habe den Verdacht, daß der Westen über die Jahrzehnte mit seinen ungesühnten Methoden mehr unschuldige Menschen umgebracht hat, als alle Terroristen zusammen. Das scheint mir auch ein Hauptgrund für den Haß dieser jungen (und [...] mehr...

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Illustration Guy Billout für den SPIEGEL

Heft 01/2010:
Die Schöpfung im Labor

Forscher auf der Suche nach der Formel des Lebens

Inhaltsverzeichnis

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Die Kritik der Datenschützer an SWIFT

USA-Bezug fehlt

Die vorgesehene Weitergabe der Bankdaten aus Europa an die USA wäre ohne Beispiel. Denn, so Datenschützer Peter Schaar: "Die hier weitergegebenen Informationen haben ganz überwiegend keinen Bezug zu den USA. Es handelt sich nicht um Daten von US-Bürgern und auch nicht um Transaktionen in die oder aus den Vereinigten Staaten." Betroffen wären zum großen Teil rein innereuropäische oder sogar innerstaatliche Überweisungen.

Masse

US-Kontrolle über Daten

Keine unabhängige US-Kontrolle

Bisherige Rechtshilfe-Abkommen genügen

Swift-Abkommen: Die wichtigsten Fragen

Um welche Daten geht es?

Bei den Plänen geht es um Daten, die der Finanzdienstleister Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) mit Sitz in Belgien verwaltet. Swift wickelt täglich rund 15 Millionen Transaktionen zwischen mehr als 8300 Banken weltweit ab. Darunter sind auch Standardüberweisungen in der EU. Bankkunden kennen den Dienstleister von dem SWIFT/BIC-Code, der die internationale Bankleitzahl kennzeichnet. Seit Januar jedoch können die USA nicht mehr auf die Daten zugreifen, weil der Betreiber die Server in die Schweiz verlegt hat.

Wer ist im Visier der Fahnder?

Was können Bürger zum Schutz ihrer Daten tun?

Werden Bankdaten zum ersten Mal ausgespäht?

Was bringen die Bankdaten den Terrorfahndern?

Wie lange soll das Abkommen mit den USA gelten?






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