Von Gordon Repinski
Offen ließ er, an welchen Flughäfen und in welchen Städten die Aktionen genau stattfinden werden. Bislang hätten sich acht Landesverbände der Idee angeschlossen, sagte Lange. Als sicher gilt demnach, dass die Piraten an den Flughäfen Berlin-Tegel und Düsseldorf protestieren wollen. Die Idee zu diesem sogenannten Flashmob, einem kurzfristig über das Internet organisierten Protest, sei spontan entstanden, sagte Lange.
Die Piratenpartei lehnt die Einführung der Nacktscanner ab, weil sie "die Intimsphäre und die Persönlichkeitsrechte der Passagiere" verletzten. "Details wie ein künstlicher Darmausgang, Herzschrittmacher oder Körperschmuck bleiben nach wie vor sichtbar", schrieb die Partei, die bei der Bundestagswahl im vergangenen September überraschend 2,0 Prozent der Stimmen erreichen konnte, zu Beginn der Woche auf ihrer Internetseite.
Für den Parteivorsitzenden Jens Seipenbusch ist die Einführung des Nacktscanners vor allem eine "Steigerung der gefühlten und nicht der tatsächlichen Sicherheit". Seipenbusch kritisierte den Scanner für die Bekämpfung von Terrorismus als "den falschen Weg" und als "Interesse von Leuten, die ihn verkaufen".
Ort und Zeit werden via Twitter verkündet
Der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Nico Kern, will mit dem Flashmob das Thema Nacktscanner "auf die Schippe nehmen". Sobald der genaue Ablauf feststehe, wollen die Piraten über den Kurznachrichtendienst Twitter im Internet, über Telefon und durch Mundpropaganda Teilnehmer mobilisieren.
Die Sprecherin des Berliner Landesverbandes, Lena Rohrbach, sagte, sie könne nicht einschätzen, wie viele Teilnehmer sich beteiligen werden. "Wie das so ist mit Flashmobs - man weiß nicht, was passiert", sagte Rohrbach. Als Alternative zu dem Unterwäscheprotest überlegt sie, durch Interviews an den Sicherheitskontrollen die Passagiere auf die Veränderungen durch den Nacktscanner aufmerksamzumachen. Sie kritisierte, die Debatte über die Scanner würde momentan "zu hysterisch" geführt.
Auch der ehemalige SPD-Abgeordnete und Neu-Pirat Jörg Tauss unterstützt den kreativen Protest. Es sei richtig, durch auffällige Aktionen "wie Greenpeace" auf das Thema aufmerksam zu machen. Tauss hatte sich bereits Anfang der Woche in einem Brief an Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Einführung des Scanners kritisiert und von "Innenpolitparanoikern von Union, FDP und SPD" gesprochen.
Als Alternative schlägt Tauss, gegen den Anklage wegen des Besitzes von Kinderpornografie erhoben wurde, die Einführung einer elektronischen "Sprengstoffschnüffelnase" vor. Diese würde es seiner Ansicht nach ermöglichen, auf die Einführung des Nacktscanners zu verzichten und sei "ethisch unproblematisch", so Tauss.
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Dann arbeiten also Nacktscanner mit Nacktstrahlen und liefern Nacktbilder..? ;o] Körperscanner haben vor der Nutzung der vermutlich (?) unbedenklicheren Terahertzstrahlung auch mit Röntgenstrahlung gearbeitet. mehr...
Wenn diese Geräte mit Röntgenstrahlen arbeiten, sind es keine Nacktscanner, sondern Röntgengeräte und liefern demzufolge Röntgenbilder. mehr...
Sie können ja gerne FKK machen, wann und wo sie wollen, aber meine Zustimmung findet diese staatlich verordnete Peepshow keinesfalls. Zumal ja inzwischen belegt ist, daß diese Nacktscanner mit einfachsten Mitteln [...] mehr...
Oh mein Gott...da hat er halt ihre dicken Hupen gesehen. Weltuntergang. Reißt doch bitte mal endlich diesen unsagbar peinlichen Heuchlern der Prüderie ihre Klamotten runter, damit wir alle in Ruhe weiterleben und uns um [...] mehr...
In den USA werden z.Zt. hauptsächlich Nacktscanner genutzt, die mit Röntgenstrahlen (X-ray backscatter) arbeiten. Langzeitstudien gibt es zwar keine (wie auch?), aber es ist natürlich alles gaaaanz ungefährlich und [...] mehr...
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