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11.01.2010
 

Führungsstreit

Bisky sieht Linkspartei von "ideologischer Schweinegrippe" befallen

Linkspartei-Vorsitzender Bisky: "Gemeinsame Erfolge sind ganz schnell wieder verspielt"Zur Großansicht
ddp

Linkspartei-Vorsitzender Bisky: "Gemeinsame Erfolge sind ganz schnell wieder verspielt"

Streit, Zerrüttung, Intrigen: Mit scharfen Worte hat Linke-Chef Lothar Bisky vor einer Zersplitterung seiner Partei gewarnt und ein Ende der internen Machtkämpfe gefordert. "Fieberhafte Führungsdebatten" nutzten nur dem politischen Gegner, so Bisky.

Berlin - Linksparteichef Lothar Bisky hat seine Partei zur Geschlossenheit aufgefordert und ein Ende des Führungsstreitsangemahnt. Gleichzeitig sprach er sich am Montag in Berlin dafür aus, dass der wegen einer Krebserkrankung pausierende Co-Vorsitzende Oskar Lafontaine an die Spitze der Partei zurückkehren möge. "Der Wettbewerb, wer der Beste unter den Linken ist, hat uns in der Geschichte der Linken in ganz Europa immer geschadet", sagte Bisky am Montag beim politischen Jahresauftakt der Bundestagsfraktion in Berlin. "Unsere Partei ist von einer Art ideologischer Schweinegrippe befallen worden", konstatierte der Parteichef. Es habe Streit gegeben, der nicht immer sachdienlich gewesen sei.

Bisky warnte, "dass die gemeinsam erzielten Erfolge ganz schnell wieder verspielt sind. Deshalb hören wir auf damit", appellierte der Parteichef im Kongresszentrum an seine Parteigenossen. "Fieberhafte Führungsdebatten" nutzten nur dem politischen Gegner. "Die eigene Zersplitterung endet immer nur in Bedeutungslosigkeit", sagte Bisky. Bisky, der auf dem Bundesparteitag im Mai nicht wieder für den Vorsitz kandidiert, stellte klar, die Linke werde weiter konsequente Friedenspartei und ein "politisches Projekt" gegen den "Fetisch der Profitmaximierung" sein.

Auch Fraktionsvize Gesine Lötzsch verlangte ein Ende des parteiinternen "Theaters". Wenn die Linke weiter erfolgreich sein wolle, sei "Selbstdisziplin" nötig. Die Linke müsse alles dafür tun, dass die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai ein Desaster für Schwarz-Gelb werde. "Vergessen wir nicht: Unser politischer Gegner ist Schwarz-Gelb", sagte Lötzsch.

Hintergrund der Äußerungen von Lothar Bisky und Gesine Lötzsch sind Rücktrittsforderungen westdeutscher Landesverbände an Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch. Sie behaupten, Bartsch habe sich illoyal gegen Co-Parteichef Oskar Lafontaine verhalten. Bartsch sieht sich eigenen Worten zufolge als Opfer einer Kampagne. Der an Krebs erkrankte Lafontaine äußerte sich bislang nicht zu diesem Thema. "Wir müssen jetzt endlich zusammen Politik machen", forderte Bisky. Bisky betonte, er habe die große Hoffnung, dass die Linken möglichst schnell wieder mit Oskar Lafontaine an der Spitze agieren könnten.

anr/ddp/Reuters/APD

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29.01.2010 von Morotti:

Dummerweise haben Sie Recht und entschärfen damit eine ganze Menge Argumente !!! Auf der anderen Seite muß man mal drüber nachdenken, ob denn die vielen gezeugten Kinder auch in die Rentenversicherung einzahlen und in welcher [...] mehr...

29.01.2010 von delinquent: Sozialstruktur---Veränderung

Fakt ist, das die zukünftigen Rentnergenerationen noch dumm aus der Wäsche kucken werden.----Spätestens in 10Jährchen ist die einheitliche Grundversorgung eingeführt.---Und dann werden Minimalstandarts gesetzt.---Wer was gespart [...] mehr...

29.01.2010 von Nante:

Foristen, beißt euch doch nicht an der Rentenhöhe von Peterldw fest. Er schrieb, er habe sich verbessert. Ob nun die Logik stimmt mit wenig Einkommen in der DDR ein hohe Rente West zu beziehen... Na und? Hauptsache er ist [...] mehr...

29.01.2010 von schensu:

Moooment, was haben Sie gegen Maurer? Das ist ein ehrbarer Beruf! Diese Entgleisung jenen Leuten gegenüber, die fafür sorgten, dass Sie ein Dach über dem Kopf haben ist genauso abwegig wie ihre einseitige Fokussierung auf [...] mehr...

29.01.2010 von UweZ:

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