Berlin - Auf ihrer an diesem Donnerstag beginnenden zweitägigen Vorstandsklausur in Berlin will die CDU nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in einer "Berliner Erklärung" festlegen, wie die Partei wieder mehr Stimmen bei Wahlen erlangen kann. Dem Bericht zufolge steht die konservative Stammwählerschaft dabei nicht im Zentrum des Bemühens.
Wahlanalysen im Auftrag der Parteiführung hätten ergeben, dass es der CDU mehr bringe, neue Wählergruppen zu erschließen, als sich zu stark etwa an kirchennahe Katholiken und Vertriebene zu binden. Diese Gruppen seien weniger wahlentscheidend geworden, heißt es demnach.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte der "FAZ" zufolge: "Wir müssen die Balance halten zwischen notwendiger programmatischer Weiterentwicklung und klarer Benennung unserer Grundüberzeugungen." Bei den Stammwählern müsse für die "Weiterentwicklung unserer Politik" geworben werden, nur dann gebe es die Chance, "neue Pfade auch gemeinsam zu gehen". Ältere Unionsanhänger wüssten "sehr genau, dass Politik für ihre Kinder und Enkel den heutigen Lebensbedingungen gerecht werden muss", sagte Gröhe demnach weiter.
In der Beschlussvorlage räumt die Parteispitze ein, dass sie mit dem Ergebnis von 33,8 Prozent bei der Bundestagswahl vom Herbst unzufrieden ist. "Es wird daher mehr denn je entscheidend darauf ankommen, die eigenen Stammwähler zu binden und neue Wähler hinzuzugewinnen", zitiert die "Financial Times Deutschland" aus dem Papier. Die Partei müsse aber programmatisch weiterentwickelt und den Stammwählern dies erläutert werden.
Am Ende der Klausur-Tagung solle eine "Berliner Erklärung" darstellen, wo die CDU Stimmen zurückholen will.
Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte den Öffnungskurs gegen parteiinterne Kritik am fehlenden konservativen Profil. Man müsse immer um möglichst breite Wählerschichten ringen, "das bedeutet natürlich auch, den gewachsenen Anteil von Wechselwählern zu erreichen", sagte die Parteivorsitzende dem "Handelsblatt". Zur Realität der Gesellschaft gehöre heute, "dass der Teil derer, die ihr ganzes Leben lang dieselbe Partei wählen, abnimmt", sagte Merkel. "Da hat sich was verändert."
Zuvor hatte bereits der Leiter der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, Matthias Jung, dargelegt, dass es der CDU mehr bringe, neue Wählergruppen zu erschließen, als auf die alten zu setzen. Er tritt auf der Klausur als Referent auf. Neben Jung kommen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann als Gäste.
ffr/apn/dpa/Reuters
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Wie immer behaupten die lieben Medien wahrheitswidrig, die märkische Pfarrerstochter wäre Kanzlerin dieses Landes, was sie aber gemäß der Verfassung nicht ist; dazu Artikel 65 im Wortlaut: "Der Bundeskanzler bestimmt die [...] mehr...
Nun ist die CDU auch offiziell in der Beliebigkeit und dem Relativismus angekommen (so wie es schon vorher die SPD "geschafft" hat). Die "Berliner Erklärung" wird ein bedeutender Sargnagel für die CDU sein. [...] mehr...
... das der Artikel gestern kurzzeitig verschwunden war. Aber nun hat ja die liebe Seele wieder Ruh. Die Klausur ist vorbei, die *"Berliner Erklärung" einstimmig beschlossen - trotz Querelen*, die CDU-Oberen haben [...] mehr...
1.Die ganze Malaise kommt doch daher,dass der Staat(die Beamten) nicht mit den ihnen anverzrauten Geldern haushälterisch umgehen kann und für Fehlentwicklungen keiner zur Verantwortung gezogen wird. 2. Alle wissen,dass wir nur [...] mehr...
Solange es erlaubt und üblich ist, dass die vom Bürger gewählten Abgeordneten bis zu 63 Nebenjobs bei der Wirtschaft haben, wird sich gar nichts ändern. Ist doch wohl klar, dass diese Abgeordneten nur die Interessen der Wirtschaft [...] mehr...
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