Ein Kommentar von Stefan Berg
An Selbstbewusstsein hat es Gregor Gysi nie gemangelt. Er fuhr zu Slobodan Milosevic, um Frieden zu stiften. Er wusste sogar, wie man gegen Terroristen kämpft. Mit schnellen Kommandoaktionen statt mit Krieg, das war seine Idee. Gregor Gysi ist eigentlich ein verhinderter Uno-Generalsekretär.
Das Publikum hat ihn für seine Schlagfertigkeit geschätzt, für seine Partei war er Maskottchen und Münchhausen zugleich. Er hat sich aufgerieben für seine Partei, um aus der SED am Ende eine neue gesamtdeutsche Linke zu machen.
So, und nicht als DDR-Rechtsanwalt, wollte er in die Geschichte eingehen. In nur wenigen Tagen hat Gysi seinen eigenen Ruf zerstört. Er ist der Verlierer des Dauerstreits in seiner Partei.
Er hat sich für André Brie nicht stark gemacht, als dieser von Oskar Lafontaine geschnitten wurde. Er hat seinen langjährigen Weggefährten Dietmar Bartsch auf einem Parteikongress gedemütigt, als hätte die Partei nie Debatten über Schauprozesse geführt. Er hat einen anderen Freund, Parteichef Lothar Bisky, so sehr hintergangen, dass dieser sich sogar öffentlich beklagte. Hätte er gewusst, dass Bundesgeschäftsführer Bartsch öffentlich so vorgeführt werden sollte, wäre Bisky auf dem Kongress nicht erschienen.
Und wer sollte diesen hohen Preis wert sein? Oskar Lafontaine. Gysi wollte ihn unbedingt in der Führung halten - aber Lafontaine sah zu und sagte am Ende ab. Nun präsentiert Gysi in Gesine Lötzsch und Klaus Ernst zwei Funktionäre als zukünftige Vorsitzende seiner Partei, denen er selbst die Führung bislang nie zutraute. Deshalb kämpfte er ja so lange um Lafontaine.
Gysi macht nun das, was er am besten kann: Theater spielen. Er lobt Lötzsch und Ernst. Aber jeder weiß, dass dies eine Show ist. Der Funke wird nicht überspringen. Nicht mal seine eigenen Genossen kann er mehr begeistern. Gysis Vorstellung war einfach zu mies.
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Wenn Sie das fragen müssen, ist jede Antwort sinnlos. mehr...
Doch, war er! Zu Zeiten eines Augstein, als das Blatt einem Strauss zeigte, wo der Hammer hängt - aber das ist lange her. Inzwischen in etwas so kritisch gegenüber unseren Eliten wie das "Neue Deutschland" zu [...] mehr...
Na, DAS nenn ich doch mal einen "sachlichen" Beitrag. Passt so richtig zum SpOn-Artikel, um den es hier geht. mehr...
Also ich versuche das mal die überwiegende Mehrheit der Extrem Rechten ( zusammenfassend ) will die Demokratie abschaffen.... Die überwiegende Mehrheit der Partei der Linken die Demokratie reformieren..... Ihre Annahme das [...] mehr...
dass aktuelle Datenträger nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Wenn jeder textliche Müll unbegrenzt haltbar wäre, würde bei diesem exponentiellen Wachstum das Internet bald explodieren. Und wir mit. mehr...
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