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27.01.2010
 

Countdown für die Afghanistan-Konferenz

Allianz am Abgrund

Eine Analyse von Gerhard Spoerl

Foto: DDP

Bloß weg vom Friedhof der Supermächte: Auf der Afghanistan-Konferenz in London wollen die Nato-Partner eine gemeinsame Exit-Strategie entwickeln. Doch die Interessen der wichtigsten Akteure in dem Konflikt sind so unterschiedlich, dass eine Lösung kaum möglich ist.

Kurz vor der Londoner Konferenz haben sich Asif Ali Zardari und Hamid Karzai in Istanbul getroffen. Auf diese beiden Männer kommt es an in dieser Weltgegend, auf den pakistanischen und den afghanischen Präsidenten. Sie haben viel gemeinsam, zum Beispiel sind sie gegenwärtig ziemlich schwach und stehen unter dem enormen Druck der Weltmacht Amerika, mehr zu tun und weniger zu reden. Von Zardari verlangt das pakistanische Verfassungsgericht, dass er jenen Teil seines Vermögens zurückgeben soll, den er sich unrechtmäßig angeeignet und in der Schweiz gebunkert haben soll. Die Regierung Obama verliert langsam die Geduld mit ihm, weil er seinen Geheimdienst ISI nicht an die Kette legen kann. Der ISI steht im Verdacht, dass er Taliban-Führer deckt und sein eigenes Spiel mit ihnen spielt - im Interesse der pakistanischen Elite, die traditionell nach Einfluss in Afghanistan strebt.

Hamid Karzai beschuldigt die Pakistaner des Doppelspiels, und er hat recht damit. Allerdings hat er die Gunst seiner Gönner verloren. Er erweist sich als unfähig oder unwillig, sein Land zu beherrschen.

Das Treffen der beiden geschwächten Präsidenten zeigte, worum es am Donnerstag in London gehen muss: um eine Strategie für beide Länder, um sie wenigstens ein bisschen zu stabilisieren. An Maximalziele glaubt niemand mehr, aber da diese Weltgegend so gefährlich ist wie kaum eine andere, darf man die Maximalziele nicht aufgeben.

Viele Vorschläge gibt es und viele Einwände. Es gibt unterschiedliche Grade an Pessimismus und den heimlichen Wunsch bei den westlichen Verbündeten, den Friedhof der Großmächte so bald wie möglich zu verlassen. Größer aber als die Sehnsucht nach einer Exit-Strategie ist der Alptraum, was aus Afghanistan und Pakistan werden kann, wenn Amerika und die Nato zu viel falsch machen - oder zu früh abziehen.

Die Positionen der wichtigsten Akteure zeigen, wie kompliziert der Konflikt mittlerweile geworden ist:

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05.02.2010 von Hubert Rudnick: NATO ist fast bankrott

Die NATO ist fast bankrott, wollen aber trotzdem mit dem Kriegsspielen nicht aufhören. Warum verlangen denn nicht alle Bürger der Mitgliedsländer, dass diese Organisation von Vorgestern sich wieder nur auf die gegenseitige [...] mehr...

05.02.2010 von gg art 5:

Das ist doch nur billige Hetze. Was kommt denn noch? Alle Christlichen Fundis in USA (und da wimmelt es!!) sind Antimoslems? Na, heute wahrscheinlich. Seit dem Israel existiert und die Pal. Flüchtlinge fing der Protest der [...] mehr...

05.02.2010 von wika: Haushaltsloch … sowas … wegbomben

Sowas hats ja noch nie gegeben, dass ein Krieg wegen Geldmangel eingestellt wurde. Bleiben wir mal ehrlich, auch dieser Krieg wird nicht wegen Geldnot beendet werden. Hier empfiehlt sich ein seriöses Gespräch mit den [...] mehr...

05.02.2010 von gg art 5:

Wollen Sie uns alle verschaukeln? Natürlich ist es der FINANZ und RUHERAUM. Und zwar der wichtigste! Nennen Sie mir einen Afghanen der bei einem Attentat im Ausland mitgemacht hätte. Einer genügt. Es waren Saudis, Ägypter, [...] mehr...

05.02.2010 von namlob:

Vorsicht!Für fundis sind alle anderen Ungläubige oder Häretiker - so auch für die Taliban. Sie kämpfen also gegen den Westen - natürlich - aber auch gegen die Afghanen, die sich nicht zu ihnen bekennen. mehr...

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