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05.02.2010
 

Neue im Bundestag

100 Tage Hamsterrad

Von Sonja Bechtold, Florian Gathmann und Hendrik Ternieden

3. Teil: Steffen-Claudio Lemme (SPD), Thüringen

Als Steffen-Claudio Lemme, 44, in den Bundestag einzog, lag seine Fraktion am Boden. Sie hatte bei der Wahl eine schwere Schlappe erlitten, die SPD war aus der Regierung geflogen - nach elf Jahren. Für den Bundestagslehrling Lemme hat das den Einstieg ein bisschen leichter gemacht. "Ich habe ja sogar Erfahrung mit außerparlamentarischer Opposition", sagt der Thüringer SPD-Politiker: Bis vor kurzem war Lemme DGB-Landesvorsitzender. "Der Vorsprung der alteingesessenen Kollegen ist deshalb nicht ganz so groß."

Auch den Respekt vor den Großen der Bundespolitik hat er rasch abgelegt. "Man gewöhnt sich schnell daran, dass man im Plenum plötzlich neben Frau Merkel steht und sogar ein paar Sätze mit ihr wechselt oder mit Ministern in den Fahrstuhl steigt." Eben noch am Bratwurststand in der Thüringer Provinz, jetzt mit den Berliner Politgrößen auf Augenhöhe. Lemmes meint: "Das sind alles Menschen wie du und ich."

Angekommen ist der Neu-Parlamentarier deshalb noch lange nicht im Bundestag. Auch nach drei Monaten sei er weiter "in der Orientierungsphase", sagt der SPD-Politiker. Dass er sich nach wie vor ein Büro von 16 Quadratmetern mit seinen beiden Mitarbeitern teilen muss, hilft dabei nicht gerade.

Lemmes Rückzugsort: Seine Wohnung am Rande Berlins

Dabei hat Lemme schon einiges erlebt: Spannende Debatten im Plenum erlebt, heftige Diskussion im Gesundheitsausschuss geführt, eine nette Wohnung im Grünen am Rande Berlins gefunden. Das erinnere ihn an seinen Thüringer Wohnort, ein Ort vor den Toren Erfurts, sagt der SPD-Mann. Nach den langen Tagen im Regierungsviertel genieße er die Ruhe.

Der Höhepunkt aus 100 Tagen Parlament? "Das war für mich ganz klar die Feierstunde zum Holocaust-Gedenktag im Bundestag", sagt Lemme. Vor allem die Rede von Israels Staatspräsident Schimon Peres habe ihn beeindruckt, "das war eine ganz besondere Atmosphäre".


Die kommenden Wochen dürften für den Gesundheitspolitiker besonders spannend werden. Denn FDP-Minister Philipp Rösler - Lemme nennt ihn "Prämien-Philipp" - muss zur Zukunft des deutschen Gesundheitssystems so langsam Farbe bekennen. "Für uns kommt die Kopfpauschale nicht in Frage", sagt der SPD-Politiker. Und wenn man sich in diesem Punkt mit der Linken einig sei, habe er auch nichts gegen gemeinsame Anträge.

Ob nach dem Abgang von Oskar Lafontaine generell eine Annäherung an die Linken bevorstehe? Da lacht Gewerkschafter Lemme, der vor vielen Jahren schon mal aus der SPD ausgetreten war - und erst im vergangenen Jahr wieder Mitglied wurde. "Natürlich ist Rot-Rot-Grün für die Zukunft nicht abwegig", sagt er.

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03.06.2010 von spieglfechter:

Ein Jammer, daß die Pravda in der einstigen Form nicht mehr existiert, was ? Sie haben wirklich Talent ... ... aber es gibt noch Hoffnung: Versuchen Sie es mal bei BILD! mehr...

03.06.2010 von Palmstroem: Defätismus

Noch nie ging es Arbeitern, Angestellten, Rentnern und Pensionären so gut wie heute. Das Märchen vom Abstieg mag Angst machen wie der böse Wolf in Grimm´s Märchen. Wer aber die Arbeitslosigkeit gerade in diesen Monaten der [...] mehr...

03.06.2010 von unixv: Wird Zeit!

Nur das es für Arbeiter und Angestellte keinen Wohlstand gibt ist ihnen entfallen? Die haben nur noch Angst abzusteigen, geht es so weiter werden die da unten denen da oben die Eier abschneiden. So schaut es aus! Mal so [...] mehr...

03.06.2010 von Chromlatte:

Schöner kann jemand der diesen Murks auchnoch unterstützt sich garnicht outen. Also ab gehts, Bundeswehr vergrößern nicht verkleinern. Wir müssen ja unsere wirtschaftlichen Interessen durchsetzen. Irgendjemand hat wegen so [...] mehr...

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