Berlin - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ( FDP) hat sein politisches Schicksal an den Erfolg des umstrittenen Modells der Gesundheitsprämie geknüpft. Rösler zeigte sich in der ARD-Sendung "Beckmann" am Montagabend überzeugt, dass er CDU und CSU überzeugen werde. "Wenn es nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitsversicherungssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben. Davon gehe ich fest aus", fügte er hinzu. "Ob ich dann gleich weg bin, das weiß ich nicht genau, aber zumindest die Aussicht, dann nochmal Gesundheitsminister zu werden, die wird dann dramatisch sinken." Er wolle einen schrittweisen Übergang zu Pauschalbeiträgen für die Krankenversicherung plus Sozialausgleich, so Rösler.
Für den Minister ist die Gesundheitsprämie nach eigenen Worten ohne Alternative: "Wenn wir nichts ändern, dann haben die Menschen wieder das Gefühl, dass Krankheit und Gesundheit immer teurer werden, ohne dass es besser wird." Mit Blick auf CSU-Chef Horst Seehofer, der eine Kopfpauschale bislang ablehnt, sagt er: "Wir haben einen Koalitionsvertrag, den hat er auch unterschrieben." Am Ende gelte die Vertragstreue. Und das werde auch für die CSU gelten.
Die FDP will die Versicherung von den Arbeitskosten entkoppeln und eine Kopfpauschale einführen, die vom Einkommen unabhängig ist. FDP-Generalsekretär Christian Lindner deutete in der "Passauer Neuen Presse" an, wie Ärmeren im Prämienmodell mit Steuergeld geholfen werden soll: "Geringverdiener erhalten einen automatischen Sozialausgleich über das Finanzamt." Der Münchner Gesundheitsökonom Günter Neubauer sprach sich im SWR für die Einführung der Prämie aus. Er fügte hinzu: "Es ist höchste Zeit, dass wir den Solidaritätsgedanken aufgeben."
Unterdessen hat der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) die Einführung einer Kopfpauschale im Gesundheitswesen erneut abgelehnt. Es sei ein "tief verankertes gesellschaftliches Solidarprinzip", dass derjenige, der mehr habe, auch einen stärkeren Beitrag zur Versicherung erbringe, sagte Söder am Dienstag im Deutschlandfunk. Am Ende gehe es darum, was aus Sicht von Patienten und Beitragszahlern das Beste sei, und da fehle es der Kopfpauschale an gesellschaftlicher Akzeptanz.
Ein weiteres Problem sei die Finanzierbarkeit des Kopfpauschalenmodells. Schätzungen zufolge bräuchten 40 Prozent der Beitragszahler finanzielle Unterstützung. Die Kosten dafür beliefen sich auf 15 bis 40 Milliarden Euro, je nachdem wie hoch die Prämie ausfalle. "Wer soll das Geld bei der steuerlichen Situation aufbringen?", fragte Söder. Es handle sich daher um eine theoretische und wenig praktisch relevante Frage. Söder sprach sich stattdessen für einen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen aus. Außerdem warb er für deutliche Sparmaßnahmen. Der CSU-Politiker plädierte dafür, dass Patienten künftig nicht mehr "für die Tablette, sondern für die Wirkung" zahlen müssten.
anr/dpa/apn/Reuters/ddp
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Na dann erzählen Sie mal wieviel Sie einzahlen. Vermutlich hatte ich in meiner aktiven Zeit wesentlich mehr eingezahlt. mehr...
Quatsch,die Ärzte streiken nicht für den Erhalt der Hausverträge, denn die will niemand abschaffen. Die Ärzte streiken dagegen, dass die Honorare in den Hausarztverträgen nicht stärker steigen sollen als die allgemeine [...] mehr...
Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass von Ärzteseite ständig suggeriert wird, die Kassenärzte müssten in vielen Regionen mit weniger Honorar auskommen als vor der Reform 2009. Tatsächlich [...] mehr...
wenn es den Ärzten so schlecht geht, warum studieren dann so viele für diesen Beruf?? Niemand zwingst sie. Wenn nicht die Bevölkerung in Jahrzehnten so erzogen worden wäre, bei jeder Kleinigkeit [...] mehr...
Natürlich ist er das nicht, aber was sagen Sie den Krankenschwestern? Geht es denen anders? Erzählen Sie DENEN mal was von 90.000€! Richtig! Deswegen haben Sie auch Verantwortung - den Menschen gegenüber. Genauso wie die [...] mehr...
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