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06.02.2010
 

Atomstreit

US-Senator Lieberman droht Iran mit Krieg

US-Senator Lieberman: "Harte Sanktionen oder militärisches Eingreifen"Zur Großansicht
dpa

US-Senator Lieberman: "Harte Sanktionen oder militärisches Eingreifen"

Den Auftritt von Irans Außenminister Mottaki bei der Münchner Sicherheitskonferenz nennt er "lachhaft" und "unredlich": Jetzt hat US-Senator Joseph Lieberman mit einem Militärschlag gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten.

München - Dem amerikanischen Senator Joe Lieberman ist im Atomstreit mit Iran der Geduldsfaden gerissen - er drohte Iran mit Krieg. Irans Außenminister Manuchehr Mottaki hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit einem neuen Verhandlungsvorschlag kein Vertrauen zurückgewinnen können - und die Mächtigen der Welt brüskiert.

"Wir müssen uns entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor militärischem Eingreifen", sagte Lieberman. Zurückhaltend hatte dagegen zuvor der Sicherheitsberater von Obama, James Jones, gewirkt. Sollte die Führung in Teheran ihr Atomprogramm nicht offenlegen, drohten schärfere Strafmaßnahmen und Isolation, sagte der einstige US-Spitzengeneral.

Mottakis Auftritt in München brachte für Lieberman wohl das Fass zum Überlaufen. "Seine Äußerungen hier waren lachhaft, und sie waren zweifellos intellektuell unredlich", sagte der US-Politiker. "Ich weiß nicht, wie man mit einer Regierung verhandeln soll, die einen Minister hierherschickt, der uns alle einfach anlügt."

Lieberman machte klar, dass die militärische Führung der USA Pläne habe, wenn eine politische Lösung scheitere. "Niemand will, dass das passiert. Dieser Dialog kann nur fortgesetzt werden, wenn man die Zähne zeigt."

Lieberman hatte auch den Krieg gegen den Irak befürwortet. Er ist heute unabhängig und gehörte lange zu den Demokraten von US-Präsident Barack Obama.

otr/dpa

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23.02.2010 von Michael Schnarch:

Das Geschäft wird derzeit nicht realisiert. Weder steht die Finanzierung noch will Österreich Konflikte mit den USA. mehr...

23.02.2010 von thesprotios: USA neue Fronten für den Weltfrieden

Das szenario ist schon längst auf Papier gedruckt meine Damen und Herren mit einem Militär Schlag der USA is in den Kommenden Jahren zu rechnen deshalb beeilt sich Iran mit der anreicherung der gantze Prozess geht darauf hinaus.. [...] mehr...

23.02.2010 von guylux: Österreich

Aber , aber , Herr Schnarch , das ist doch Peanuts gegenüber dem Riesenprojekt Österreichs ( 22 Billionen Euro ) mit dem Iran zwecks Öl-und Gasförderung . mehr...

23.02.2010 von Michael Schnarch:

Wer auf dem Misthaufen der eigenen unsäglich furchtbaren Geschichte sitzt, sollte bei der Beurteilung der Geschichte anderer Völker weniger arrogant sein. mehr...

23.02.2010 von Ben Yona Franklin:

Obama hat es verstanden ; es gibt nur eine Alternative fuer seine Presidentschaft.... "The United States warned Iran on Tuesday that "time and patience is running out" with its nuclear program, saying Tehran had [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung







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