• Drucken
  • Senden
  • Feedback
08.02.2010
 

Jobcenter-Reform

SPD stellt Bedingungen für Grundgesetzänderung

Stellt Bedingungen für Verhandlungen: SPD-Generalsekretärin Andrea NahlesZur Großansicht
ddp

Stellt Bedingungen für Verhandlungen: SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles

Die SPD will der Reform der Hartz-IV-Jobcenter ihren Stempel mit aufdrücken. Die Sozialdemokraten zeigen sich zwar verhandlungsbereit, stellen der Union aber für die Zustimmung zu einer Grundgesetzänderung Bedingungen. So solle die Arbeitsförderung nicht gekürzt werden.

Berlin - Grundsätzlich begrüßte die SPD die unionsinterne Einigung auf eine Verfassungsänderung. Generalsekretärin Andrea Nahles machte aber deutlich, dass die Sozialdemokraten dem Vorhaben nicht bedingungslos zustimmen werden. "Die Fördermaßnahmen für Arbeitssuchende im Bundeshaushalt dürfen nicht reduziert werden", forderte Nahles.

Eine weitere Bedingung für Verhandlungen sei, dass die Zahl der derzeit 69 Optionskommunen, die ihre Langzeitarbeitslosen selbst vermitteln, nur begrenzt ausgeweitet werde, sagte sie weiter. Als Grundlage für Gespräche sehe die SPD einen im März vergangenen Jahres vorgelegten Kompromiss, der mit allen Ländern fertig ausgehandelt worden sei.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) und sein saarländischer Kollege Peter Müller (CDU) erklärten, die Begrenzung der Optionskommunen werde wohl eine problematische Frage in den Verhandlungen mit der SPD sein. So plädierte Müller für mehr Optionskommunen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will bei der geplanten Grundgesetzänderung zu der Reform aufs Tempo drücken und noch diese Woche vorbereitende Gespräche mit der SPD führen. Denn für eine Änderung der Verfassung benötigt die schwarz-gelbe Koalition in Bundestag und Bundesrat die Zustimmung der SPD. Von der Leyens Verhandlungspartner bei der SPD werden Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sein.

Mit ihrem ursprünglichen Vorhaben, die Jobcenter ohne Grundgesetzänderung in zwei Behörden aufzuspalten, war die Bundesarbeitsministerin am Widerstand einiger Unionsministerpräsidenten gescheitert. Am Sonntag einigte sich die Union dann darauf, eine Verfassungsänderung anzustreben, damit die Bundesagentur für Arbeit und Kommunen bei der Beratung von Hartz-IV-Empfängern weiter zusammenarbeiten können. Die Betreuung von Langzeitarbeitslosen "aus einer Hand" soll verfassungsrechtlich abgesichert werden.

mmq/Reuters/apn

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 10 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
12.02.2010 von Rainer Helmbrecht: Titel verweigert!

Das ist doch der Trick. Alle Parteien werden involviert damit es keinen Entscheidungsträger gibt. Typisch für das ganze Hartz Gesetz. VdL will schon den Namen ändern, aber nicht das Gesetz. Die jahrzehntelange Scheu vor einer [...] mehr...

12.02.2010 von Berta: Spd

Die habens echt nötig. mehr...

12.02.2010 von Diomedes: Die Mahnung des Aristoteles

Zwar ist es falsch aus jener als Grundgesetz bekannten Sammlung von Staatsgesetzen [die wohl vergleichbar ist mit denjenigen des Solon und Lykurg] ein Götzenbild falscher Souveränität zu machen, wie dies die Liberalen zu tun [...] mehr...

08.02.2010 von Klaschfr: Vorbildlich

Was scheren die neue Arbeitsministerin ihre Überzeugung und Argumente: Hauptsache sie ist im Gespräch, auch wenn sie nun genau das machen muss, was sie nicht wollte. Aber: TED's belegen, so etwas mag der Bundesbürger! mehr...

08.02.2010 von Berta: Artikel 12

Als nächstes kommt Artikel 12 weg. http://grundrechte.rewi.hu-berlin.de/index.php?id=42 mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Deutschland
alles zum Thema Merkels schwarz-gelbe Regierung

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Was ist Hartz IV?

Die Reform

Hartz IV ist die größte und umstrittenste Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik. Benannt ist sie nach dem damaligen Volkswagen-Personalchef Peter Hartz, der als Leiter einer Regierungskommission die Grundlagen der Reform vorgeschlagen hatte. Am 1. Januar 2005 trat das entsprechende Gesetz in Kraft.

Fördern und Fordern

Die Höhe der Leistung

Strenge Regeln






TOP



TOP