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12.02.2010
 

Energiedebatte in der Union

Seehofer kontert Röttgens Anti-Atompläne

CSU-Politiker Seehofer: "Das sollte auch der Umweltminister im Auge behalten"Zur Großansicht
dpa

CSU-Politiker Seehofer: "Das sollte auch der Umweltminister im Auge behalten"

Der schwarz-gelbe Streit über die Laufzeiten von Atommeilern verschärft sich: Jetzt greift auch die CSU Umweltminister Röttgen an. Parteichef Seehofer widerspricht im SPIEGEL den Aussagen des CDU-Mannes - doch der beharrt auf seinem Ausstiegsszenario.

Berlin - In der Union verschärft sich der Streit über die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke. CSU-Chef Horst Seehofer widerspricht im SPIEGEL den Aussagen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), wonach die deutschen Atommeiler höchstens 40 Jahre laufen sollten.

Solange die Kernkraftwerke "unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen", sagte Bayerns Ministerpräsident. Und weiter: "Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten."

Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) nannte Röttgens Vorstoß gegenüber SPIEGEL ONLINE "wenig seriös". Man könne "nicht schneller aus der Kernenergie aussteigen wollen und gleichzeitig die Solarförderung in unzumutbarer Weise kürzen". Außerdem benötige man "einen Teil der Gewinne aus der Kernkraft als Ökodividende für die Entwicklung erneuerbarer Energien".

Röttgen dagegen beharrt im SPIEGEL auf seinem Ausstiegsszenario: "Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien." Diese müssten "erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen". Das sei die "beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land", so Röttgen.

Im Umweltministerium gibt es nach Informationen des SPIEGEL Überlegungen, im Zuge des energiepolitischen Gesamtkonzepts der Regierung die Kernkraftwerke Biblis A und Neckarwestheim 1 endgültig stillzulegen. Das Ministerium wolle damit auch ein Signal aussenden, wonach das Haus es ernst meine mit dem Abschied von der Atomenergie. Die Landesregierungen von Hessen und Baden-Württemberg, in denen die beiden Meiler stehen, drängen dagegen massiv auf einen Weiterbetrieb.

sef

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14.09.2010 von ostap: mal mit Lesen versuchen

Vielleicht mal an der Zeit, meinen Beitrag zu lesen und nicht reflexartig loszuschreien. In meinem Beitrag war nicht die Rede von der Studie der alten Herren über die Schönheit der Atomtechnologie. mehr...

14.09.2010 von platten: Sie funktionieren nur nicht

Kernfusionsreaktoren haben einen entscheidenen Nachteil. Sie funktionieren (noch) nicht. Wann und ob sie jemals Energie liefern können ist unbekannt. Natürlich sollte man die Kernfusion weiter erforschen. Aber man soll nicht [...] mehr...

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14.09.2010 von peterm8s: Fusion, keine Info in der DPG Studie??

Aber ostap, vielleicht mal an der Zeit die Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft - sparen Sie sich den pathetischen Anpinkelversuch, das einzige das dabei nass wird ist Ihr Hosenbein - auch zu lesen. Da hat es auch [...] mehr...

14.09.2010 von platten: im normalen Rahmen

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Atomkraftwerke in Deutschland

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In Deutschland sind formal derzeit noch 17 Atomkraftwerke in Betrieb. Tatsächlich am Netz sind aber deutlich weniger: Brunsbüttel ist nach mehreren schweren Pannen seit weit mehr als einem Jahr abgeschaltet. Krümmel wurde nach einem Brand im Juni 2007 erst im Juni 2009 wieder hochgefahren. Der älteste Meiler, Biblis A, ist seit Ende Februar nicht mehr am Netz und wird derzeit gewartet. Der benachbarte Block Biblis B ist seit Januar 2009 wegen Revisionsarbeiten abgeschaltet. Das AKW Stade ging Ende 2003 außer Betrieb und wurde 2005 stillgelegt. Obrigheim ging Mitte 2005 außer Betrieb.

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