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13.02.2010
 

Miese Umfragewerte

Westerwelle-Vize fordert Machtteilung in der FDP

FDP-Parteivize Pinkwart: "Mehr Gesichter in den Vordergrund stellen"Zur Großansicht
DDP

FDP-Parteivize Pinkwart: "Mehr Gesichter in den Vordergrund stellen"

Angriff aus der eigenen Partei: FDP-Vizechef Andreas Pinkwart fordert eine hierarchische Neuordnung der Liberalen. Guido Westerwelle müsse mehr Verantwortung an sein Führungsteam abgeben. Als Vorbild empfiehlt er dem Vorsitzenden ausgerechnet dessen Mentor - Ex-Bundesaußenminister Genscher.

Berlin - Die Umfragewerte der FDP sind schlecht, Parteivize Andreas Pinkwart will die Partei daher neu ausrichten: Er fordert von seinem Chef Guido Westerwelle eine Umordnung der Hierarchie. Der Vorsitzende müsse die Verantwortung für die Partei auf mehr Schultern verteilen. "Die FDP muss mehr Gesichter in den Vordergrund stellen", sagte Pinkwart dem "Hamburger Abendblatt".

Der Parteivize empfahl dazu den früheren FDP-Chef und Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher als Vorbild: "Hans-Dietrich Genscher ist es gelungen, die Verantwortung für die FDP mit starken Kollegen zu teilen", sagte Pinkwart der Zeitung weiter. "Genscher hat unter Beweis gestellt, dass man Außenamt und Parteivorsitz sehr lange und sehr erfolgreich miteinander verknüpfen kann."

Eine größere Rolle in der Partei sollten nach Pinkwarts Ansicht vor allem die neuen Mitglieder der Bundesregierung spielen, dazu der neue Generalsekretär Christian Lindner und auch einige Landespolitiker. "Dazu gehört, dass die Partei es aushält, wenn sich Persönlichkeiten aus der engeren Führung profilieren. Das darf nicht gleich als Angriff auf den Parteivorsitzenden gesehen werden", sagte Pinkwart.

Pinkwart ist auch Landesvorsitzender der Freidemokraten in Nordrhein-Westfalen und Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 9. Mai. Zu den schlechten Umfragewerten für die Landes-FDP sagte er: "Wir leiden unter dem Einbruch der Bundespartei mit." Nach dem "sensationellen Erfolg" bei der Bundestagswahl sei eine gewisse "Abkühlung" zu erwarten gewesen. "Der deutliche Rückgang in den Umfragen zeigt allerdings, dass die Wähler sehr enttäuscht sind von der FDP. Wir müssen hart daran arbeiten, unsere Erfolgsstory fortzusetzen."

Gleichzeitig verteidigte Pinkwart Westerwelle gegen Kritik an seiner Warnung vor "spätrömischer Dekadenz" in Deutschland. Westerwelle bringe auf den Punkt, "was Millionen von Arbeitnehmern und Mittelständlern denken, die tagein, tagaus den Karren ziehen".

ssu/AFP/dpa

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insgesamt 7255 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
12.03.2010 von existentialist09: Liberalismus ist eigentlich unideologisch...

aber die F.D.P.hat den Liberalismus zur "Selbstbereicherungs-Ideologie" pervertiert. mehr...

12.03.2010 von yogtze:

Ja, natürlich ist das der Grund, Genscher galt wohl als "natürlicher" Nachfolger von Scheel für den Fall der Wahl von Scheel zum Bundespräsidenten. Hätte auch nicht gewusst, wer Scheel sonst hätte beerben sollen, [...] mehr...

12.03.2010 von rabenkrähe:

....... Das Teuflische, wenn man es denn so nennen will, ist, daß der Liberalismus ja tatsächlich eine sehr demokratische, geradezu vorbildliche Weltanschauung ist, nur haben die Aushängeschilder der Westerwelle-FDP und [...] mehr...

12.03.2010 von der_sachse:

Lag vielleicht auch daran, dass Scheel zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Und die Politiker-Decke war / ist bei der FDP nicht immer die breiteste. der_sachse mehr...

12.03.2010 von RichardT: Das ...

... Teuflische ist der Umstand, dass die FDP offenbar nicht als extreme Partei wahrgenommen werden kann - Partei der "Mitte". Würde selbst in der SPD oder CDU jemand zu WWs rhetorischem Instrumentarium greifen - [...] mehr...

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