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19.02.2010
 

Prognose

Deutschland braucht 40.000 zusätzliche Erzieher

Kinderkrippe in Frankfurt: In Deutschland fehlen bis zu 40.000 Erzieher Zur Großansicht
dpa

Kinderkrippe in Frankfurt: In Deutschland fehlen bis zu 40.000 Erzieher

Die Bundesregierung steht beim Ausbau der Kinderbetreuung vor einem massiven Problem: Laut einer Prognose des Familienministeriums werden allein bis 2013 bis zu 40.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher benötigt. Eine Imagekampagne soll Interessenten locken.

Berlin - Die Regierung hat sich beim Kita-Ausbau viel vorgenommen. Ab 2013 haben Eltern von Kindern unter drei Jahren laut Gesetz einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Doch es fehlt an Personal. Denn nach einer neuen Prognose der Bundesregierung werden bis dahin noch bis zu 40.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher gebraucht.

"Mit aktuellem Datenbestand geht die Bundesregierung davon aus, dass zunächst bis zum Jahr 2013 ein zusätzlicher Bedarf von rund 35.000 bis 40.000 Vollzeitstellen in Tageseinrichtungen und von rund 25.000 Tagespflegepersonen besteht", schreibt das Bundesfamilienministerium auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion. "Um das übergreifende Ziel des Betreuungsausbaus bis 2013 zu erreichen, ist die Rekrutierung und Qualifizierung von Fachpersonal von entscheidender Bedeutung", hieß es weiter.

In einem ersten Schritt wolle die Regierung das Potential derjenigen Erzieher erschließen, die derzeit nicht in ihrem Beruf arbeiten. Zudem ist eine Imagekampagne geplant - denn geringe Bezahlung und schlechtes Image schrecken Berufsbewerber ab. Entscheidend sei, das Berufsbild "durch bessere Rahmenbedingungen aufzuwerten und für eine höhere gesellschaftliche Anerkennung zu sorgen", schrieb das Ministerium.

Angestrebt werde "eine gemeinsame Initiative mit den Ländern, Berufsfachverbänden und Gewerkschaften, um für den Erzieherberuf zu werben." Auch für Männer und Quereinsteiger solle der Beruf attraktiver gemacht werden. An Fachhochschulen sollen zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.

SPD fordert schnelles Konzept

Trotz finanzieller und personeller Engpässe wolle die Regierung ihre Ziele einhalten und bis 2013 rund 750.000 zusätzliche Kita-Plätze schaffen, versicherte das Ministerium. "Die Bundesregierung steht zu diesen Vereinbarungen."

Die SPD forderte von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder schnell ein Konzept, um beim Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung gegenzusteuern. Die SPD-Familienpolitikerin Caren Marks kritisierte, die Regierung lege keine konkreten Maßnahmen zur Förderung von mehr Nachwuchs in diesem Berufsfeld vor, "sondern benennt nur vage Ankündigungen und Prüfaufträge".

mmq/ddp/apn

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Generell eine gute Idee. Denn die Kinder müssen gefördert werden, auch gegen den Einfluss der Eltern. Eltern, die schon selber in der Schule versagt haben, weil sie die Schule und die `Lehrer verachten, können ihre Kinder, weder [...] mehr...

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Gut gesagt. Der Mangel an Familienleben betrifft übrigens gutsituierte Familien gleichermassen wie die vielgeschmähten "bildungsfernen Schichten". Man spricht dann von "Wohlstandsverwahrlosung". Das sehe [...] mehr...

04.03.2011 von chirin: Wie sinnvoll ist das Betreuungsgeld?

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Elterngeld

Anfang 2007 führte die damalige schwarz-rote Bundesregierung das sogenannte Elterngeld ein. Es richtet sich besonders an berufstätige Eltern und garantiert diesen zwölf Monate lang 67 Prozent ihres letzten Nettogehaltes. Wenn auch der Vater mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt, verlängert sich diese Zeit sogar auf 14 Monate.
Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Väter, die seit der Einführung des Elterngeldes auch Elternzeit genommen haben, von rund 3,5 Prozent im Jahr 2007 auf 20,7 Prozent im 3. Quartal 2009 gestiegen. Allerdings hatten nur 16,7 Prozent der Väter, die Elterngeld bezogen, vor der Geburt ein Einkommen von 2700 Euro netto oder mehr - was darauf hindeutet, dass sich gerade Männer in höheren Positionen seltener eine Auszeit nehmen.
Im Gegensatz zum Elterngeld ist die Elternzeit bis zu drei Jahren möglich - beide Elternteile können dabei bis zu 30 Wochenstunden arbeiten.






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