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11.03.2010
 

Kriselnde Firmen

Bundesregierung prüft Ausweitung von Staatshilfen

Kriselnde Unternehmen dürfen auf weitere staatliche Hilfen hoffen. Schwarz-Gelb könnte laut einem Zeitungsbericht Kurzarbeiter ein Jahr länger bis Ende 2011 von Sozialbeiträgen befreien. Zusätzlich will die Regierung angeblich mehr staatliche Garantien für Bankkredite an Firmen gewähren.

Düsseldorf - Die Bundesregierung plant nach einem Zeitungsbericht zusätzliche staatliche Hilfen für krisengeschüttelte Unternehmen. So sollen Firmen, die Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter beantragen, nicht nur bis Ende 2010, sondern bis Ende 2011 von Sozialbeiträgen für diese Mitarbeiter befreit werden können, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Regierungskreise. Darüber seien sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Finanzminister Wolfgang Schäuble (alle CDU) bereits einig.

Seit 2009 ersetzt die Bundesagentur für Arbeit (BA) Unternehmen die Sozialbeiträge für Kurzarbeiter vom siebten Monat an. Diese Entlastung ist bisher gesetzlich bis Ende 2010 befristet. Ohne eine Verlängerung müssten Betriebe ab 2011 für ihre Kurzarbeiter wieder Sozialbeiträge auf Basis von 80 Prozent des Vollzeitlohns zahlen.

Zudem wolle die Regierung die schleppende Kreditvergabe der Banken an Unternehmen durch mehr staatliche Garantien absichern, hieß es weiter. Ziel sei es, einen Übergang zu schaffen, wenn Ende 2010 die beiden Konjunkturpakete ausliefen. Zugleich wolle die Regierung mit diesen Maßnahmen noch vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen im Mai ein ermutigendes Signal senden, schreibt die Zeitung.

Die Mittel dafür stammten aus dem 115 Milliarden Euro schweren Deutschlandfonds zur Stützung von krisengeschüttelten Firmen, berichtet die Zeitung. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will den Banken diesen Schritt an diesem Donnerstag beim Spitzengespräch zur Kreditversorgung im Haus der Wirtschaft zusichern.

Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge setzen Bundesregierung und die Spitzenverbände aus Wirtschaft und Kreditwirtschaft verstärkt auf die Beteiligungsfinanzierung zur Vermeidung einer Kreditklemme. "Die Kreditwirtschaft wird durch Eigeninitiativen ihr Angebot in diesem Bereich ausweiten und dieses Finanzierungsinstrument stärker in den Vordergrund ihrer Angebotspaletten rücken", zitierte die Zeitung aus der Abschlusserklärung des Kreditgipfels.

Daneben plane von der Leyen aber auch Verschärfungen, berichtet die Zeitung. So sollen Großunternehmen Kurzarbeitergeld nicht mehr automatisch für den gesamten Konzern erhalten, wenn nur ein Betriebsteil von Kurzarbeit betroffen ist.

ffr/ddp/dpa/Reuters

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"Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein." - Guido Westerwelle (FDP) Hallo, nimmt man es aus dem zusammenhang (H4) hat er genau das gesagt was sie meinen. Wer lebt [...] mehr...

11.03.2010 von andrea heil: kleiner Nachtrag an Herrn Holtz (nicht böse sein)

Sie sollten sich an den Machern in Deutschland orientieren. Dann klappt das auch mit dem Einkommen. ;-) [...] mehr...

11.03.2010 von andrea heil:

Besonders ekelerregend ist in meinen Augen die Haltung der CoBa. Hatten wir die nicht gerade gemeinsam "gerettet" ? Ansonsten nichts wirklich Neues, auch wenn Ihre Sache wohl zu den besonders dumm-dreisten Fällen [...] mehr...

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Was zahlt der Staat?

Um Kündigungen zu vermeiden, können Unternehmen Kurzarbeitergeld (KUG) beantragen. Das KUG wird maximal 24 Monate von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gezahlt. Die Beschäftigten erhalten 60 Prozent (mit Kind 67 Prozent) ihres Nettogehalts für die ausgefallene Arbeitszeit. Fiktives Beispiel: Der Ingenieur Max Müller, 28, ist ledig und ohne Kind. Er verdient mit Steuerklasse I 4000 Euro im Monat, davon bleiben ihm netto 2223,69 Euro. In Kurzarbeit ist er nur 50 Prozent der üblichen 40 Arbeitsstunden tätig. Diese Zeit bekommt er vom Arbeitgeber auch bezahlt. Das sind 1313,01 Euro. Für die andere Hälfte der Zeit erhält er den BA-Zuschuss: 60 Prozent vom Netto, also 546,41 Euro. Insgesamt bekommt er also 1859,42 Euro. Und er behält den Job.
KUG-Rechner: http://kugrechner.arbeitsagentur.de





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