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13.03.2010
 

Kampfansage

Lafontaine will auch ohne Parteivorsitz mitmischen

Linken-Chef Lafontaine: "Werde mich auch auf Bundesebene einschalten"Zur Großansicht
ddp

Linken-Chef Lafontaine: "Werde mich auch auf Bundesebene einschalten"

Nur noch im Saarland Politik machen? Das kann sich Oskar Lafontaine offenbar nicht vorstellen. Noch vor seinem Abschied als Linken-Chef im Mai erklärt er in einem Interview, weiter in der Bundespolitik mitzumischen. Auch wenn er dann nur noch Fraktionschef in seinem Heimatbundesland ist.

Dresden - Für den Vorsitz der Linkspartei will er im Mai nicht mehr kandidieren - doch wer glaubte, Oskar Lafontaine verlasse nun die bundespolitische Bühne ein für allemal, hat sich getäuscht. "Wenn die politische Konkurrenz hofft, ich sei ganz von der Bildfläche verschwunden, irrt sie", sagte Lafontaine der "Sächsischen Zeitung". Er werde sich "wie bisher auch auf Bundesebene in die grundsätzlichen politischen Debatten einschalten. Das erwartet man auch von mir." Auch im anstehenden Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen werde er sich engagieren.

Lafontaine hatte seine Entscheidung, sich vom Bundesvorsitz zurückzuziehen, nach einer Krebsoperation bekanntgegeben. Diese habe er gut überstanden, sagt er nun: "Bis jetzt verläuft der Heilungsprozess normal." In gewissen Abständen werde nun kontrolliert, ob noch etwas geblieben sei. "Die erste Nachuntersuchung ergab: alles im Normbereich", wurde er zitiert. Natürlich sei die schwere Operation ein Einschnitt gewesen. Er lebe aber jetzt wie vorher und ohne größere Beeinträchtigungen.

Wenn er ab Mai nicht mehr Parteivorsitzender sei, werde er natürlich nicht mehr so häufig an Sitzungen und an bundespolitischen Pflichtterminen teilnehmen, kündigte Lafontaine an. "Aber ich will zusammen mit Gregor Gysi und der neuen Führung dazu beitragen, dass die Linke weiter so erfolgreich ist." Selbstverständlich werde er auch seine Aufgaben als Fraktionsvorsitzender der Linken an der Saar über die ganze Wahlperiode erfüllen, sagte Lafontaine.

Dass die Linkspartei aufgrund ihrer innerparteilichen Auseinandersetzungen noch scheitern könnte, glaubt Lafontaine nach eigenen Worten nicht: "Trotz der überflüssigen Auseinandersetzungen liegt die Linke weiter stabil bei elf, zwölf Prozent. Die Chancen, in den Landtag von NRW einzuziehen, stehen gut. Die Linke ist weiter auf dem Vormarsch", sagte er der Zeitung.

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insgesamt 1359 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.01.2010 von sysop:

Liebe Forums-Teilnehmer, die Richtungsdebatten können ab sofort bitte in unserem neuen Heft-Forum 'Versinkt die Linke nach Lafontaine im Richtungsstreit?' weiterdiskutieren. Sie finden es unter der URL: [...] mehr...

29.01.2010 von pssst...:

Eben, die falsche Scham ablegen und offensiv , den Konservativen mal die Kravatte gebunden. mehr...

29.01.2010 von semipermeabel:

Geehrter Forist, darauf können wir warten. Es ist nicht an der Zeit, noch im Bewusstsein der Masse, dass sich etwas tut. Linkes Gedankengut ist schlichtweg verpönt, die Zeit wird lehren, dass der Gegenpol zu den jetzigen [...] mehr...

29.01.2010 von pssst...:

Richtig, interfraktionell will da niemand Klarheit. Erkennbar aber ist, daß Die Linke sich laufend mit dem Stasivorwur in die Ecke treiben lässt. Warum nur ? Fragte das gerade eben schon, vom Ergebnis aus betrachtet, [...] mehr...

29.01.2010 von pssst...:

Gell, warum stellt man die bürgerlichen nicht, mit genau dieser Fragestellung ? Kann doch nicht sein, daß den Linken die Fähigkeit der Argumentation abhanden gekommen ist,oder. mehr...

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