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21.03.2010
 

Programmentwurf

Führende Linkspolitiker wollen Eckpunkte entschärfen

Linke-Politiker Ramelow: Ruf nach KorrekturenZur Großansicht
AP

Linke-Politiker Ramelow: Ruf nach Korrekturen

Unruhe in der Linkspartei: Führende Pragmatiker haben sich kritisch zu dem am Samstag vorgestellten Entwurf für ein Grundsatzprogramm geäußert. Sie drängen auf Änderungen - vor allem bei den Kriterien für Regierungsbeteiligungen.

Berlin - Die Parteivorsitzenden waren sichtlich zufrieden. Man habe eine gute Diskussionsgrundlage geschaffen, erklärten die Linke-Chefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky am Samstag bei der Vorstellung ihres Entwurfs für ein Parteiprogramm. Jetzt gelte es, noch ein paar Punkte zu präzisieren.

Das klang so, als seien die Eckpunkte weitgehend unumstritten. Sind sie aber nicht. Besonders die Pragmatiker in der Linkspartei sind mit manchem alles andere als einverstanden. Sie stoßen sich vor allem an den Kriterien für Regierungsbeteiligungen. "Da wird eine rote Linie markiert, dass wir uns an keiner Regierung beteiligen, die Privatisierungen, Sozial- oder Arbeitsplatzabbau betreibt", sagte der Bundestagsabgeordnete Jan Korte der "taz". "Wenn man diesen Satz eins zu eins nimmt, dürfte die Linkspartei in Brandenburg oder Berlin nicht regieren." Korte kündigte zugleich an, beim Parteitag Mitte Mai in Rostock nicht mehr für den Parteivorstand zu kandidieren.

Auch der thüringische Landesvorsitzende der Linken, Bodo Ramelow, sagte der Zeitung, dass Personalabbau kein K.o.-Kriterium für die Regierungsbeteiligungen der Linkspartei sein dürfe. So sei in Thüringen "dringend eine Verwaltungsreform mit massiven Umstrukturierungen in der mittleren Ebene und Personalabbau per Verrentung nötig". Das Programm müsse da anders formuliert werden.

Die Linke will sich in ihrem Programm für einen radikalen Umbau des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems hin zu einem demokratischen Sozialismus einsetzen. "Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte", heißt es in dem 25-seitigen Entwurf. Die Linke will unter anderem Strom-, Telekommunikations- und Schienenverkehrsnetze verstaatlichen und tritt für ein Bankensystem aus Sparkassen, Genossenschaftsbanken und staatlichen Großbanken ein. Die SPD wirft der Linken DDR-Nostalgie vor.

vme/dpa

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13.08.2010 von LocoGrande:

Ich bin sehr überrascht, dass man sich aufgrund eigener ideologischer Verbrämung weigert, über Sachthemen zu diskutieren. Das hat mit Politik nichts zu tun, sondern mit geistiger Unbeweglichkeit bis zur Halsstarrigkeit. Und [...] mehr...

13.08.2010 von Berg:

Also, es ist je sehr nett, dass Sie mir Angst vor dem Verlust meiner Schulden bei der Bank andichten wollen - weder die rot-rot-grüne noch schwarz-gelbe Projekte berücksichtigen irgendwie meine Wenigkeit. Und zu Ihrer [...] mehr...

13.08.2010 von heiko1977:

1. In der Bedeutung der Wörter "interessant" und "beruhigend" liegt ein erheblicher Unterschied. 2. Wie bereits geschrieben würde sich HRW über solche Praktiken, die im übrigen in ähnlicher Form auch G. [...] mehr...

13.08.2010 von UweZ:

Gott behüte, als westlich mit dem Begriff "Ostzone" Sozialisierter würde ich selbstverständlich lieber juvenil im Kapatalismus verrecken, als im post-stalinistischen Sozialismus vergleichsweise steinalt zu werden. [...] mehr...

13.08.2010 von matthias schwalbe:

Sachlicher und "einfühlsamer" kann man auf Geschreibsel vom Foristen Berg ja schon garnicht mehr eingehen. Dazu sollten Sie sich aber zumindestens die Mühe machen ins Archiv entweder von Berg oder meiner Wenigkeit [...] mehr...

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