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31.03.2010
 

Neue Umfrage

Merkels Sympathiewerte rutschen ab

Angela Merkel: Für die Kanzlerin und ihre Koalition gibt es in Umfragen schlechte NotenZur Großansicht
dpa

Angela Merkel: Für die Kanzlerin und ihre Koalition gibt es in Umfragen schlechte Noten

Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Regierung schlägt sich jetzt auch auf die Popularität von Angela Merkel nieder: Laut ARD-"Deutschlandtrend" hat die Zustimmung für die Kanzlerin deutlich abgenommen. Nur Verteidigungsminister Guttenberg verliert noch mehr.

Berlin - Es sind unerfreuliche Daten für die schwarz-gelbe Koalition: Die Regierung sinkt immer weiter in der Wählergunst - und auch für Angela Merkel weist die Beliebtheitskurve jetzt deutlich nach unten. Im "Deutschlandtrend" der ARD ist die Bundeskanzlerin und CDU-Chefin im Vergleich zum Vormonat um sieben Punkte auf 55 Prozent abgerutscht.

Der wegen der Kunduz-Affäre in die Kritik geratene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) büßt in der Umfrage von Infratest dimap sogar 14 Punkte ein und kommt jetzt ebenfalls auf 55 Prozent.

Vom Umfragetief Merkels und Guttenbergs profitiert Arbeitsministerin Ursula von der Leyen: Die CDU-Politikerin, die zuletzt eine Lösung im Konflikt um die Beibehaltung der Jobcenter präsentierte, verlor zwar ebenfalls zwei Punkte, führt jetzt aber mit 56 Prozent die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an.

Schlechtester Wert für Schwarz-Gelb seit Oktober 2006

Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) büßt gegenüber dem Vormonat erneut zwei Punkte ein und belegt mit einer Zustimmung von 23 Prozent den letzten Platz unter den abgefragten Spitzenpolitikern. Den höchsten Zugewinn erzielt mit zehn Punkten Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). Er kommt auf eine Zustimmung von 34 Prozent, wie die Umfrage unter 1000 Wahlberechtigten ergab. Beliebter als alle Parteipolitiker ist unverändert Bundespräsident Horst Köhler, mit dessen Arbeit 73 Prozent der Bundesbürger zufrieden sind.

Schlechte Noten gibt es auch für die Bundesregierung insgesamt: Drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) sind mit der Arbeit von Schwarz- Gelb nicht zufrieden. 48 Prozent der Befragten sagten, sie seien "weniger zufrieden", 28 Prozent waren "gar nicht zufrieden".

Die SPD legt weiter zu

In der Sonntagsfrage kann die SPD mit plus drei Punkten auf 28 Prozent den Abstand zur CDU mit 35 Prozent (minus 1 Punkt) weiter verringern. Das schwarz-gelbe Lager aus Union und FDP kommt auf den schlechtesten Wert seit Oktober 2006. Neben der CDU verliert auch die FDP zwei Punkte auf acht Prozent. Mit insgesamt 43 Prozent liegt Schwarz-Gelb deutlich hinter dem Oppositionslager von SPD (28 Prozent), Linke (10/minus 1) und Grünen (14/unverändert), das auf 52 Prozent kommt.

Auch die Signale aus der Koalition, wegen der leeren Kassen erst 2012 mit einer Steuerreform zu starten, betrachtet die große Mehrheit der Befragten skeptisch. Für den Fall, dass es im übernächsten Jahr noch finanziellen Spielraum geben sollte, wünschen nur zwölf Prozent der Deutschen Steuersenkungen. Knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) meinen dagegen, für diesen Fall sollten mit dem Geld Schulden abgebaut werden. 23 Prozent plädieren dafür, mit dem Geld wichtige staatliche Aufgaben zu erfüllen.

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag dieser Woche 1500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

hen/dpa/AFP

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02.04.2010 von Junijetzth: Umfragewerte keine geeignete Richtschnur

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01.04.2010 von Markgraf: ... was wollen die Menschen da draußen ...

________________ Einen Regierungschef(in) stelle ich mir auch anders vor. Besonders innenpolitisch fehlt eine führende Hand und die Gesellschaft erkennt nicht, wohin der Weg führt. Leider ent- wickelt sie keine [...] mehr...

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