Leipzig - Mit großer Sorge blickt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den 1. Mai. Ihr Chef Konrad Freiberg stellt sich für diesen Tag auf schwere Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksradikalen ein. Die Sicherheitsbehörden sieht er damit völlig überfordert.
"Wir haben ganz große Sorgen, dass es in diesem Jahr rund um den 1. Mai zu Hunderten von Verletzten kommen kann und hoffentlich am Ende nicht sogar zu dem einen oder anderen Toten", sagte Freiberg der "Leipziger Volkszeitung". Die erwarteten Krawalle zwischen Rechtsextremen und Linksextremen würden gewalttätiger werden als in den vergangenen Jahren, sagte er. Darauf lasse auch die generelle Zunahme des politischen Extremismus auf beiden Seiten schließen.
Angesichts des Stellenabbaus bei der Polizei in den Ländern stehe diese den Ereignissen aber überfordert gegenüber. "Es fehlt an allen Ecken und Enden in der Republik", sagte Freiberg. Dies werde am 1. Mai offenbart werden.
So werde man etwa in Berlin dieses Jahr nicht das Polizeipersonal zur Verfügung haben, das man brauche, sagte der Gewerkschafter. Denn in der Hauptstadt werden Aktionen zur selben Zeit an mehreren Orten erwartet. "Die Polizei ist insgesamt derzeit nicht mehr in der Lage, diese vielen Großeinsätze zur gleichen Zeit überall ordnungsgemäß wahrzunehmen", sagte Freiberg.
An Terminen wie dem 1. Mai fehlten in Deutschland Zehntausende Polizisten. Es höre sich einfach an, zu sagen, Demonstrationen könnten einfach nicht stattfinden, weil die Polizei nicht in der Lage sei, für die notwendige Sicherheit zu sorgen, meinte Freiberg. "Das wäre aber ein wirklich sehr bedenkliches Zeichen für unseren Rechtsstaat."
Bei den Mai-Krawallen waren in Berlin im vergangenen Jahr 479 Polizisten verletzt und 289 mutmaßliche Randalierer festgenommen worden. Gerichte verhängten zur Abschreckung teils drakonische Strafen. So wurden im Oktober zwei junge Männer, die einen Brandsatz geworfen hatten, zu jeweils drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die höchste Strafe erhielt ein Lagerarbeiter, der zwölf Bierflaschen geworfen hatte: drei Jahre und vier Monate Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem 1. Mai 2009 153 Anklagen erhoben.
mmq/AFP/ddp
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Die Jungs und Mädels, die da aus Gründen des "Brodelns" bei den letzten Maikrawallen wie ein Vulkan ausgebrochen sind, lassen sich durchaus als unpolitisch bezeichnen. Die Rechten marschieren im Osten, die Linken [...] mehr...
...das ist aber interessant. ...hier ist zu unterscheiden: Wird ein gerechtes GemeinschaftsSystem "umfassend und flächendeckend" umgesetzt und dient die Ordnungsmacht dann dazu dieses gerechte System zu schützen - [...] mehr...
Ich kanns mir nur schwerlich vorstellen. Jemand der überzeugter Sozialist ist, soll noch Mitglied der Grünen Partei sein? Könnte dann doch auch direkt bei FDPSPDCDSU mitmachen. mehr...
So sehr ich auch eigentlich im Grundtenor mit ihnen übereinstimme, Die Polizei ist Ländersache! (Wie die Situation bei der Bundespolizein ist, weiß ich nicht, ich vermute aber, nicht viel besser...) mehr...
Wo haben Sie sich eigentlich während der vergangenen 24 Jahre vergraben? Kleiner Tipp: Die Hubschrauber ("Pumas") waren vom BGS... mehr...
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