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03.05.2010
 

Schuldenhaushalt

Unionspolitiker dämpfen Hoffnung auf Steuersenkungen

CDU-Mann Wulff: ""Wir müssen auf Dauer mit dem Geld auskommen"Zur Großansicht
dpa

CDU-Mann Wulff: ""Wir müssen auf Dauer mit dem Geld auskommen"

Milliarden für Griechenland, Staatsschulden, strauchelnde Banken: Der Bund muss immer mehr Geld für die Krisenbekämpfung aufwenden. Mehrere CDU-Politiker sehen deshalb kaum noch Chancen für rasche Steuersenkungen. Niedersachsens Ministerpräsident Wulff fordert eine "Konsolidierung".

Düsseldorf/Berlin/Passau - Unionspolitiker äußern sich zu den angekündigten Steuersenkungen immer zurückhaltender: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sieht keinen Spielraum für niedrigere Abgaben. "Wir brauchen wieder geordnete Verhältnisse. Und das heißt Konsolidierung", sagte Wulff der Düsseldorfer "Rheinischen Post". In den kommenden Jahren müsse die Schuldenbremse eingehalten werden. "Wir müssen auf Dauer mit dem Geld auskommen, das wir zur Verfügung haben", sagte Wulff. "Deswegen brauchen wir eine Exit-Strategie aus der schuldenfinanzierten Krisenbekämpfung."

"Für Steuersenkungen 2011 gibt es mit Sicherheit keinen Spielraum", sagt der CDU-Politiker Michael Fuchs der "Passauer Neuen Presse". Wenn die Wirtschaft anspringe, könne es 2012 Steuersenkungen geben. Nötig sei allerdings auch ein verschärfter Sparkurs. "Wir müssen verstärkt sparen, nicht zu jedermanns Freude", so Fuchs mit Blick auf die Einführung der Schuldenbremse 2011. Einsparpotential sehe er fast ausschließlich bei Sozialausgaben und Subventionen.

Unions-Bundestagfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung dagegen, eine Steuerreform werde "vermutlich 2012" kommen. Die verabredete Hilfe für das hoch verschuldete Griechenland sei nur ein Darlehen. "Deswegen ist der Wirtschaftsaufschwung nicht in Gefahr", sagte Kauder.

Steigende Inflation erwartet

Wirtschaftsexperten und Banker rechnen infolge von Bankenkrise, Staatsverschuldung und Kreditzusage an Griechenland mit einer Inflationsrate von bis zu fünf Prozent in Deutschland. "Wenn die deutsche Wirtschaft wieder in Gang kommt, müssen wir in den nächsten fünf Jahren mit drei bis fünf Prozent Teuerung rechnen", sagte Commerzbank-Anlagespezialist Chris-Oliver Schickentanz der "Thüringer Allgemeinen". Die hohe Staatsverschuldung lasse sich nur mit Inflation gegenfinanzieren. In dem Maße, wie die Wirtschaft wieder "brummt", werde langsam Kapital von den Geldmärkten zurückgezogen. Im Gegenzug werde dann eine schrittweise Erhöhung der Leitzinsen auf zwei Prozent erwartet.

Die Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) sieht dem Bericht zufolge den Zeitpunkt für eine erste Zinserhöhung derzeit zwar noch nicht gekommen, erwartet diesen Schritt der Zentralbanken aber ab September dieses Jahres. Auch der Freiburger Finanzexperte Bernd Raffelhüschen geht von einem Anstieg der Teuerung auf bis zu fünf Prozent in den nächsten Jahren aus. Angesichts der extrem hohen deutschen Staatsverschuldung bleibe kein anderer Weg, erklärte er demnach.

anr/dpa/apn/ddp

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Die neuesten Beiträge:
04.06.2010 von Hans Albers: Nein!

Genau das nicht! Alles, was systemkonservierend ist, wird als "Kompromiss" oder "Mittelweg" bezeichnet. "Tatenlosigkeit" als "Besonnenheit" Nur ein echter Neuanfang oder ein echter [...] mehr...

04.05.2010 von sozialer Bürger: !!!

Das wird aber mit der dekadenten Schwesterwelle und ihr Klientil nicht anders laufen. Unten wird richtig abgezockt und die Bänksterfreunde dieser asozialen Merkelregierung werden immer wieder systemrelevant sein , damit deren [...] mehr...

04.05.2010 von mh01973: Doch, es ist möglich

Die Mitte kann es wieder geben. Wir können es schaffen, wenn wir den Trend drehen. Weg von den Scharfmachern aus FDP und LINKE, hin zu denen, die ein ernsthaftes Interesse haben, wieder Freiräume für Politik zu schaffen. [...] mehr...

03.05.2010 von rabenkrähe: Gibt keine Mittelwege mehr

..... Diese Mitte, diesen Ausgleich von Interessen gibt es nur nicht mehr, mit der Globalisierung wurde das abgeschafft und seitdem gibt es nur noch Sachzwänge. Seither zählt auch der Faktor Arbeit nicht mehr, es zählen nur [...] mehr...

03.05.2010 von matze1958: Eu?

Da werden Milliarden nach Griechenland verschoben, an einen korrupten, lügenden und weit über seine Verhältnisse lebenden Staat. Für die eigenen Kinder (Schulbildung, HartzIV) dagegen wird kein Cent mehr ausgegeben. Unsere [...] mehr...

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