Hamburg - Die Griechenland-Krise beschert der Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel kurz vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen sinkende Umfragewerte. Laut einer bundesweiten Forsa-Umfrage für "Stern" und RTL verloren CDU/CSU zwei Punkte gegenüber der Vorwoche und erreichten nur noch 34 Prozent.
"Offenbar verübeln die Bürger der Union, dass sich Deutschland nun doch mit mehr als 22 Milliarden Euro an den Notkrediten für Griechenland beteiligt", deuteten die Meinungsforscher am Mittwoch die Umfrageergebnisse.
Die FDP konnte sich in der vierten Woche in Folge stabil bei acht Prozent halten. SPD und Grüne legten der Umfrage zufolge zu. Die Sozialdemokraten machten einen Punkt auf 25 Prozent gut, die Grünen kletterten um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die Linke fiel auf zehn Prozent und büßte damit einen Prozentpunkt ein.
Die Regierungskoalition ist damit weit von einer Mehrheit entfernt. Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen mit 42 beziehungsweise 41 Prozent ungefähr gleichauf. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen sogar auf 51 Prozent und damit neun Prozentpunkte vor Union und FDP.
Besonders hart weht Angela Merkel der Wind ins Gesicht. Derzeit würden sie nur noch 48 Prozent direkt zur Kanzlerin wählen - ein Minus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Nur mäßige Noten gaben die Deutschen Merkels Krisenmanagement: Lediglich 41 Prozent finden, sie habe gut oder sehr gut gehandelt, fast jeder Zweite (48 Prozent) stellte ihr dagegen ein schlechtes Zeugnis aus.
Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", die Kanzlerin sei derzeit nicht der ruhende Pol, der den Menschen in der Krise Zuversicht und Orientierung gebe.
Hoffnungen auf wirtschaftliche Erholung schwinden
Offenbar haben die Menschen in den vergangenen Tagen nicht nur Vertrauen in die Regierung verloren, sondern auch ihre Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung. Die Zahl der Bürger, die die Konjunkturaussichten negativ einschätzen, stieg laut der Umfrage binnen einer Woche um 8 Prozentpunkte auf 47 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Optimisten von 30 Prozent auf nur noch 24 Prozent zurück.
Forsa-Chef Güllner erklärte, dass die Krise bei den Menschen wieder zu mehr Sorgen um den Arbeitsplatz geführt habe. Das Milliardenpaket für Griechenland habe zudem Inflationsängste geweckt; viele Deutsche fühlten sich in ihren Vorbehalten gegen den Euro bestätigt.
mmq/apn/AFP
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Liebe Forums-Teilnehmer, dieses Forum wird nun geschlossen. Diskutieren Sie den Ausgang der Wahl und die Konsequenzen daraus in unserem neuen Forum 'Wahl in NRW - welche Optionen gibt es?' unter der URL [...] mehr...
der Schwanz mit dem Hund ! Scheinbar haben Sie Frau W Knecht nicht gehört, die will auh ein paar Pöstchen, da kann sich Fr Kraft warm anziehen, tolerieren tun dei Linken NIX !! die NRW Wähler tum mir leid, ok, SPD wählen, [...] mehr...
Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Das Linkslager hat 52,2 % der Stimmen bekommen, also dicke die absolute Mehrheit und das "bürgerliche Lager" gerade mal 41,3 %. Daran sieht man, wo es jetzt in Deutschland [...] mehr...
Ich wette mit Ihnen 1000 ND(Neue DM)-einzulösen ab Ende 2012. Vorher werden aber erst noch 100 Milliarden Euro "Stützungsgeld" verbraten. mehr...
Ja, es ist ein Traumergebnis. Schöner hätte es nicht kommen können. CDU stärkste Partei, also würde die CDU bei einer GroKo den MP stellen, Frau Kraft kann es nur werden mit RotRotGrün. Der Wahlabend in NRW ist fast so [...] mehr...
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