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06.05.2010
 

Wuppertal

Fünf Verdächtige nach Merkel-Wahlkampfauftritt vernommen

Merkel, Rüttgers in Wuppertal: Polizeieinsatz nach WahlkampfauftrittZur Großansicht
REUTERS

Merkel, Rüttgers in Wuppertal: Polizeieinsatz nach Wahlkampfauftritt

Polizeieinsatz bei einem Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Merkel: In Wuppertal hat die Polizei fünf verdächtige Personen in Gewahrsam genommen. Sie sollen während der Kundgebung unter freiem Himmel in einem Haus gegenüber der Bühne mit einem "verdächtigen Gegenstand" hantiert haben.

Wuppertal - Die CDU-Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle - doch danach startete die Polizei einen größeren Einsatz: Nach einem Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Wuppertal wurden fünf verdächtige Personen von der Polizei in Gewahrsam und zum Verhör mitgenommen. Das sagte eine Polizeisprecherin SPIEGEL ONLINE am späten Mittwochabend.

Zeugen hätten in einer naheliegenden Wohnung zwei Personen mit einem "verdächtigen Gegenstand" gesehen. Worum es sich dabei gehandelt habe, sei noch unklar, sagte die Sprecherin. In der Wohnung sei lediglich eine Spielzeugwaffe gefunden worden.

Ein stärkeres Polizeiaufgebot habe Wohnungen durchsucht und nach rund zwei Stunden die fünf Personen mit auf die Dienststelle genommen. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei Männer und drei Frauen. Auf der Wache sei zunächst lediglich der Sachverhalt festgestellt worden. In der Nacht wolle man nun die Details aufklären, sagte die Sprecherin.

Schon zu Beginn der Veranstaltung waren an geöffneten Fenstern der Gebäude gegenüber der Bühne Personen zu sehen, die das Treiben auf dem Johannes-Rau-Platz im Wuppertaler Stadtteil Barmen beobachteten. Später war aber weder unter den Sicherheitsleuten noch unter den auf dem Platz verteilten Polizisten Unruhe zu bemerken. Auch die Abreise der Politiker erfolgte ohne erkennbare Hektik.

Während der Reden von Merkel, Rüttgers und den ebenfalls zur Wahlkampfhilfe angereisten CDU-Regierenden aus Hessen und Hamburg, Roland Koch und Ole von Beust, gab es allerdings Proteste. Dutzende Gegendemonstranten machten mit Trillerpfeifen, Fanfaren und Sprechchören lautstark auf sich aufmerksam.

Die Unionsprominenz ließ sich nicht beeindrucken. Koch bezeichnete die Protestierer als "Kehlkopf-Indianer". Die Kanzlerin spottete, ob denn die politische Konkurrenz keine anständigen Veranstaltungen organisieren würde - so dass sich deren Anhänger langweilen und daher zum Stören zur CDU kommen.

phw/luk/dpa/ddp

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