Von Florian Gathmann und Veit Medick
Berlin - Wird Deutschland bald von zwei Frauen angeführt? Gut möglich.
Noch ist nichts sicher. Sollte Merkel Zweifel hegen, könnte sie einen Blick auf die Ergebnisse einer nicht-repräsentativen SPIEGEL-ONLINE-Abstimmung werfen: Die Leserinnen und Leser hatten die Wahl zwischen 17 Kandidaten, gut 50.000 Stimmen wurden abgegeben. Und siehe da: Von der Leyen würde danach nicht einmal in den Vorgarten von Schloss Bellevue kommen. Sie holte mit 4100 Stimmen gerade mal acht Prozent und liegt damit abgeschlagen auf dem vierten Platz.
Auf dem ersten Platz der Leser von SPIEGEL ONLINE: Joschka Fischer. Der Ex-Außenminister kam auf knapp 11.000 Stimmen (21,61 Prozent). Joschka for Bundespräsident? Fischer dürfte sich sehr geschmeichelt fühlen angesichts dieses Popularitätsbeweises. Auch wenn ihm seit seinem Abgang aus der Politik Volkes Meinung egal sein könnte - Anerkennung ist einem wie Fischer immer wichtig. Entsprechend frohgemut nimmt man das Ergebnis in seiner Umgebung zur Kenntnis.
Auch Margot Käßmann wird sich über die Abstimmung freuen. Denn die gestrauchelte Protestantin, die nach ihrer Promille-Autofahrt im Februar als EKD-Ratsvorsitzende zurücktrat, belegte den zweiten Platz. Sie lag nur knapp 300 Stimmen hinter Fischer und kam auf 21,08 Prozent der Stimmen. Der Unterschied zwischen beiden: Während er trotz seiner Popularität keinerlei Chancen angesichts der aktuellen Mehrheitsverhältnisse hätte - Fischer ist und bleibt ein Grüner für die meisten im schwarz-gelben Lager -, wurde Käßmann in der aktuellen Diskussion tatsächlich als mögliche Oppositionskandidatin genannt. Denn als Kirchenfrau wäre sie möglicherweise auch für manchen aus der Union und FDP wählbar.
Lammert immerhin auf dem dritten Platz
Auf den dritten Platz wählten die SPIEGEL-ONLINE-Leser einen, der neben von der Leyen als heißer Kandidat von Schwarz-Gelb galt: Norbert Lammert. Der CDU-Politiker, derzeit Bundestagspräsident, holte fast jede zehnte Stimme und kam so noch vor Merkels Favoritin auf den Bronze-Platz (9,67 Prozent).
Und was ist mit Wolfgang Schäuble? Der CDU-Finanzminister - selbst von manchem politischen Gegner als geborenes Staatsoberhaupt gesehen - fiel bei den Lesern von SPIEGEL ONLINE durch: Schäuble schaffte mit rund 2000 Stimmen gerade so den achten Platz, nur knapp übrigens vor Gesine Schwan. Aber Schwan war ja auch schon zwei Mal Kandidatin der SPD.
Sie sollte es wohl dabei belassen. Auch wenn sich ihr Resultat im Vergleich zum Schlusslicht der Abstimmung noch sehen lassen kann. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers - in Unions-Kreisen ebenfalls als möglicher Bundespräsident genannt - haben die SPIEGEL-ONLINE-Leser beinahe ignoriert: Magere 314 Stimmen erzielte er, umgerechnet sind das 0,62 Prozent.
Das reichte allenfalls für ein Praktikum in Schloss Bellevue.
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Ein Bundespräeident hat wenig politische Macht, er soll ja auch möglichst überparteilich agieren und sozusagen die mütterliche und väterliche Rolle in der Aussendarstellung übernehmen. Tatsächliche Einfluß hat er z.B. wenn er [...] mehr...
Geld kann sich nicht selbständig vermehren .. dann wird es sinnlos - denken wir mal drüber nach wie das mit Zins+Zinseszins und Perpetuums ist. Und ,eine konstante Menge von Menschen braucht schon mal kein Mehr .. sie muss [...] mehr...
[QUOTE=MephistoX;5632998][QUOTE=rumpelstolz;5628713]Joachim Gauck Peter Sodann -witzig und unverstanden- ---Zitat--- Als "Politiker" eher ein schlechter Scherz, soll mal lieber weiter den "Ehrlicher" [...] mehr...
Aber doch <Palmström> hat nicht unrecht. Ein System kann sich nicht aus sich selbst nähren. Sie brauchen Teilnehmer am Markt die ein Mehr erwirtschaften. Das Perpetuum Mobile oder Schlaraffenland gibts nicht in der [...] mehr...
[QUOTE=rumpelstolz;5628713]Joachim Gauck Peter Sodann -witzig und unverstanden- [QUOTE] Als "Politiker" eher ein schlechter Scherz, soll mal lieber weiter den "Ehrlicher" mimen, davon versteht er [...] mehr...
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