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30.06.2010
 

Abstimmung über Köhler-Nachfolge

So funktioniert die Präsidenten-Kür

Von Maria Marquart, Anne Onken und Katharina Peters

Plenarsaal des Bundestags vor der Wahl: "Im Leben gibt es unglaubliche Überraschungen"Zur Großansicht
dpa

Plenarsaal des Bundestags vor der Wahl: "Im Leben gibt es unglaubliche Überraschungen"

Wulff oder Gauck? Ein, zwei oder gar drei Wahlgänge? Die Spannung vor der Präsidentenwahl steigt. SPIEGEL ONLINE erklärt, wie die Abstimmung genau abläuft, warum Prominente über das künftige Staatsoberhaupt entscheiden dürfen - und weshalb Joachim Gauck noch eine Mini-Chance auf den Sieg hat.

Hamburg - Es wäre eine historische Niederlage für Union und FDP: Sollte Christian Wulff bei der Wahl zum Bundespräsidenten am Mittwoch unterliegen, wäre in der Geschichte der Bundesrepublik zum ersten Mal der gemeinsame Kandidat einer Koalition gescheitert, obwohl sie deutlich mehr als die notwendige absolute Mehrheit in die Bundesversammlung schickte. Bei dieser Wahl entsendet die schwarz-gelbe Koalition 644 Wahlleute.

Sein Herausforderer Joachim Gauck hofft jedenfalls auf die Sensation. Und doch ist ein solcher Ausgang eher unwahrscheinlich. Allenfalls ein Achtungserfolg wird Gauck von den meisten politischen Beobachtern zugetraut. Vielleicht muss Wulff in einen zweiten Wahlgang, selbst ein dritter Durchgang scheint möglich.

Fest steht: Wulff ist von seiner Wahl fest überzeugt. Er denkt bereits laut über seine Pläne als Staatsoberhaupt nach. Wulff will eine Denkfabrik gründen, eine Spielecke für seinen zweijährigen Sohn im Schloss Bellevue einrichten, und einer Reise zum WM-Finale in Südafrika wäre er nicht abgeneigt, falls die deutsche Mannschaft das Endspiel erreicht. Doch zuvor müsste die DFB-Elf erst einmal Argentinien schlagen - und Wulff seinen Konkurrenten Gauck.

Die Bundesbürger haben bereits einen Favoriten. Die Mehrheit wünscht sich Gauck im höchsten Staatsamt. Laut einer Umfrage halten 42 Prozent der Deutschen den parteilosen Kandidaten für den besseren Präsidenten. Wulff kommt nur auf 36 Prozent Zustimmung. Doch welchen Bundespräsidenten das Volk bekommt, entscheiden nicht die Bürger direkt, sondern die Wahlmänner und -frauen der 14. Bundesversammlung.

Wen schicken die Parteien in die Bundesversammlung? Wie läuft die Wahl genau ab? Und ist das Votum wirklich eine Schicksalsentscheidung? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Präsidentenwahl.

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insgesamt 1263 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
16.09.2010 von chico 76: Nein,

wir wählen viel zu oft. Obwohl,dieses Mal wärs sinnvoll gewesen. H.Gauck wär,nicht nur für mich,respektabler. H.Wullf,treten Sie zurück,dann verdienen Sie noch etwas Respekt. mehr...

16.09.2010 von klauss53:

Sind Sie wirklich ernsthaft der Meinung, daß Heino einen geringeren IQ oder eine geringere Redebegabung als seine Vorgänger hätte? Warum also sollte er ungeeigneter sein? mehr...

16.09.2010 von Noodles: Das Volk sollte besser über die Rente mit 67 entscheiden

oder die Kriege der Bundeswehr, über HATZ IV und/oder über Zuwanderungsgesetze, aber das wäre ja Demokratie um Gottes Willen bloß nicht. Es ist Sch...egal von wem oder ob dieser völlig überflüssige Hansel nun gewählt wird. [...] mehr...

16.09.2010 von klauss53:

Der Bundeskanzler kann viel mehr Schaden anrichten und wird auch nicht vom Volk gewählt. mehr...

16.09.2010 von Noodles: Seit wann macht er das

der Bundespräsident, mir ist davon noch nie etwas aufgefallen. Weshalb es völlig gleichgültig ist ob und von wem der Mann nun gewählt oder nicht gewählt wird. Ich brauche im Übrigen Niemanden der mich vertritt, das kann ich [...] mehr...

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