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16.07.2010
 

Sparpaket

Koalition nennt Schröders Elterngeld-Pläne unsinnig

Ministerin Schröder: Die eigene Fraktion torpediert ihre jüngsten Elterngeld-IdeenZur Großansicht
Getty Images

Ministerin Schröder: Die eigene Fraktion torpediert ihre jüngsten Elterngeld-Ideen

Das war wohl anders geplant: Familienministerin Schröder preschte mit dem Vorschlag vor, Geringverdienern das Elterngeld zu kürzen - und hat damit die Koalition verärgert. "Das tragen wir nicht mit", sagte die familienpolitische Sprecherin der Union. Aus der FDP hieß es: "irrsinnig".

Berlin - Die Elterngeldpläne von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) werden aus den eigenen Reihen kritisiert. "Unsinnig" nannte die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär (CSU), am Freitag den Vorschlag, Mini-Jobbern das Elterngeld zu kürzen. "Diese Maßnahmen wären eine Strafe für diejenigen, die als Geringverdiener den Kontakt zum Arbeitsmarkt halten", erklärte Bär. Sie warnte, die Familienpolitiker der Union würden den Schritt nicht mittragen. Auch der Koalitionspartner FDP wies die Pläne als "völlig irrsinnig" zurück. Deren Vizefraktionschefin Miriam Gruß sagte dem "Tagesspiegel": "Ausgerechnet die zu bestrafen, die sich anstrengen und für wenig Geld arbeiten gehen, ist Unsinn."

Über einen entsprechenden Referentenentwurf des Familienministeriums hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Wer wegen seines geringen Verdienstes zusätzlich vom Staat Hartz-IV-Leistungen erhält und so sein Einkommen aufstockt, soll demnach genauso wie alle Hartz-IV-Bezieher bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen. Dem Blatt zufolge werden die geplanten Kürzungen bei ärmeren Familien mit einem Gesamtvolumen von 440 Millionen Euro fast dreimal so groß sein wie bei Eltern, die mehr als 1240 Euro im Monat verdienen.

Eine Sprecherin des Ministeriums sprach am Freitag vor der Bundeskonferenz von "Gerüchten", die sie nicht kommentieren könne. Auf Nachfragen räumte die Sprecherin allerdings ein, dass es im Rahmen des Sparpakets in ihrem Hause verschiedene Papiere gebe, "die ausgetauscht und diskutiert werden".

Bär, die auch stellvertretende Generalsekretärin der CSU ist, erklärte: "Wenn jetzt bei jungen Eltern, die auf einen kleinen Hinzuverdienst durch einen Minijob angewiesen sind, dieser bei der Berechnung des Elterngeldes nicht mehr berücksichtigt wird, tragen wir dies nicht mit." Die Unionspolitikerin kritisierte außerdem die in dem Blatt zitierten Pläne der CDU-Ministerin, das Elterngeld bei der Berechnung des sogenannten Kinderzuschlags als Einkommen anzurechnen.

Der Kinderzuschlag soll verhindern, dass Geringverdiener ins Hartz-IV-System rutschen, nur weil sie Nachwuchs haben. Würde das Elterngeld bei Beziehern des Zuschlages als Einkommen angerechnet - wie von der Familienministerin offenbar geplant - würde der Zuschlag sinken.

Bär verteidigte dagegen den Vorschlag, das Elterngeld bei Hartz-IV-Beziehern anzurechnen. Dies sei vertretbar, weil der Lebensunterhalt von Langzeitarbeitslosen und ihren Kindern vollständig vom Staat finanziert werde. Außerdem setze dieser Schritt "stärkere Anreize zur Aufnahme einer Arbeit".

als/APN/afp/dpa

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19.07.2010 von Klo: ...

... wie Japan das Erdbeben. mehr...

17.07.2010 von plenum: Evolution?

Sie wissen schon das Evolution auf dem Zufallsprinzip beruht oder sollten wir heute alle Hinkefüßig und Einei.... sein? mehr...

17.07.2010 von gantenkiel: Ich geh jetzt aus dem Haus...

...denn sonst wirds mir schlecht. Dann Sie sind also auch ein Kinderkrieger auf Staatskosten. Sie widersprechen sich ständig selbst. Ich gehe jetzt, um etwas für unsere Binnennachfrage zu tun. Das erscheint mir jetzt [...] mehr...

17.07.2010 von ...ergo sum: ...

Aaaber ja doch. genauer bitte: Welche ? !, -Wertvorstellungen -Moral -Bildung (Einbildung soll ja auch eine Art von Bildung sein, bei Mancher sogar die Einzige) -Sozialverhalten "dann fällt der Apfel nicht [...] mehr...

17.07.2010 von SIBO: Kinder

Meine Güte, wie krank ist das denn. Die Entscheidung für Kinder ist zunächst einmal eine höchst private und persönliche Entscheidung. Mal ganz einfach ausgedrückt: Kinder bekommt man, weil man sie möchte, weil sie eine [...] mehr...

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Das Elterngeld

Mütter und Väter können seit 2007 bei der Geburt eines Kindes Elterngeld beantragen. Es löste als Lohnersatzleistung das Erziehungsgeld ab. Mütter oder Väter, die zur Kindererziehung vorübergehend aus dem Beruf ausscheiden, erhalten 65 Prozent des letzten Nettolohns, höchstens jedoch 1800 Euro monatlich. Alleinerziehende und Geringverdiener erhalten einen monatlichen Sockelbetrag von 300 Euro. Das Elterngeld wird zunächst für ein Jahr gezahlt. Es wird zwei weitere Monate gewährt, wenn der berufstätige Elternteil die Kinderbetreuung übernimmt. Alleinerziehende erhalten das Elterngeld die vollen 14 Monate.

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dpa
Bis 2014 wollen Union und FDP im Bundeshaushalt 81,6 Milliarden Euro einsparen, vor allem bei Arbeitslosen, Familien und im Öffentlichen Dienst. Auch die Wirtschaft soll zur Kasse gebeten werden. Aus der Union gibt es aber Forderungen, Spitzenverdiener stärker zu belasten, weil das Paket zu unsozial sei.

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