Offenburg - Es ist ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis: Die Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion wurde in ihrem Amt als baden-württembergische Landeschefin mit nur 66,8 Prozent auf dem Landesparteitag wiedergewählt. Homburger führt die Südwest-FDP seit 2004. Bei ihrer letzten Wahl 2008 hatte die 45-Jährige 85,5 Prozent erhalten.
In der der Wahl vorangegangenen Aussprache hatten einige Parteimitglieder die Leistung der schwarz-gelben Koalition in Berlin hart kritisiert. Homburger dagegen warb in ihrer Rede dafür, der Bundesregierung noch eine Chance zu geben. "Wir haben verstanden, dass sich etwas ändern muss", beteuerte sie.
Homburger machte die Union als Hauptschuldigen für den verpatzten Start und die koalitionsinternen Streitereien aus. "Wir mussten erfahren, dass sich die CDU verändert hat, sich zäher aus der früheren Koalition verabschiedet als gedacht." Außerdem habe Schwarz-Gelb den Fehler gemacht, Reformen etwa in der Energie- und Gesundheitspolitik aus Rücksicht auf die Wahl in Nordrhein-Westfalen zu verzögern.
ase/dpa
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