ThemaHamburgRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
23.07.2010
 

Schwarz-Grün in der Krise

Hamburger Wirtschaftssenator tritt zurück

Hamburgs Wirtschaftssenator Gedaschko: Wechsel in die Wohnungswirtschaft?Zur Großansicht
dpa

Hamburgs Wirtschaftssenator Gedaschko: Wechsel in die Wohnungswirtschaft?

Die Reihen der schwarz-grünen Regierung in Hamburg lichten sich: Nach Bürgermeister Beust und Kultursenatorin Welck hat nun Wirtschaftsressortchef Axel Gedaschko seinen Rückzug angekündigt. Nach eigenem Bekunden hatte er den Ausstieg schon länger geplant, zieht ihn nun aber zeitlich vor.

Hamburg - Nach Bürgermeister Ole von Beust und Kultursenatorin Karin von Welck verlässt das dritte Regierungsmitglied den Hamburger Senat: Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) kündigte am Freitag nach nur zwei Jahren im Amt seinen Rückzug an.

"Bereits vor mehreren Wochen habe ich Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust informiert, dass ich voraussichtlich ab November 2010 eine neue berufliche Aufgabe anstrebe", sagte der CDU-Politiker. Jetzt wolle Gedaschko dem designierten Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) einen Neuanfang bei der Senatswahl am 25. August ermöglichen. Deshalb biete er seinen Rückzug zum selben Tag an.

Beust hatte am Sonntag nach neun Jahren seinen Rücktritt als Bürgermeister angekündigt. Er wird sein Amt zum 25. August niederlegen. Mit ihm ziehen sich die parteilose Kultursenatorin und der Chef der Staatskanzlei, Volkmar Schön, zurück. Bereits im Frühjahr war der Hamburger CDU-Finanzsenator Michael Freytag zurückgetreten.

Gedaschko betonte in seiner Rücktrittserklärung, seine Entscheidung stehe nicht "in einem Zusammenhang mit der aktuellen politischen Situation in der Stadt". Er wolle sich aus der Berufspolitik verabschieden. Zeitungsberichten zufolge plant er einen Neuanfang in der Wohnungswirtschaft. Auch der 55 Jahre alte Beust hatte nicht ausgeschlossen, als Berater in die Wirtschaft zu gehen.

SPD-Oppositionsführer Michael Neumann sagte zu dem Rücktritt, nach Beust "verlässt jetzt scheinbar die ganze Mannschaft das sinkende Senatsschiff, frei nach dem Motto: Rette sich wer kann". Er warf Gedaschko vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Der Jurist Gedaschko wurde im Januar 2007 Hamburger Umweltsenator und wechselte 2008 in die Wirtschaftsbehörde. Vorher war er Landrat in Niedersachsen.

Auch andere Hamburger Senatsmitglieder gelten als angeschlagen, etwa Grünen-Schulsenatorin Christa Goetsch: Ihr wichtigstes Reformprojekt, eine längere Grundschulzeit, wurde am Sonntag bei einem Volksentscheid von den Hamburger Wählern beerdigt.

lgr/apn

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 9 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
23.07.2010 von sommerpause78la:

Bin mal gespannt, wer als nächstes so abtritt. Als Regierender hat man es derzeit auch nicht leicht. TRotz freiwilliger Selbstverpflichtung aller Medien wachen die Bürger langsam auf und merken, dass sie nicht nur von den [...] mehr...

23.07.2010 von rabenkrähe: Zur Landesbank?

.... Vielleicht geht er ja zur Landesbank, als Minister hat diese die Senatsfinanzen zerrüttet, aber den leitenden Mitarbeitern geht es gut, besser, am besten.... rabenkrähe mehr...

23.07.2010 von deppvomdienst: Die Konjunktur zieht ja angeblich an ...

Also gibt es Posten außerhalb der Politik zu verteilen ... und wenn die eigenen Chancen darauf schwinden, die nächste Restrukturierung (Wahlen, ...) zu überstehen, gehen eben zuerst die, die noch andere Optionen haben. Das kennt [...] mehr...

23.07.2010 von Dumme Fragen: Supi...

Das eigene Portemonnaie ist denen halt doch wichtiger - und mittlerweile wird er ja es wohl geschafft haben, seinen Kumpels lukrative Geschäfte zukommen zu lassen... Eine Hand wäscht die andere, auch in Hamburg... mehr...

23.07.2010 von floydpink: Hmmmmmm........

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass da gerade eine neue konservative Partei entsteht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das sich so viele Politgrößen einfach so verabschieden. Sollte dass wirklich der Fall sein, wird sich [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Deutschland
alles zum Thema Hamburg

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Die Hamburger Schulreform

Schwarz-grünes Mammutprojekt

Die Hamburger Schulreform ist ein Kompromiss aus zwei Modellen: Auf der einen Seite die CDU mit der Forderung nach dem Erhalt der Gymnasien, auf der anderen Seite die Grünen mit ihrem Ideal der Gemeinschaftsschule für alle. Das Hamburger Parlament hat die Reform im März 2010 beschlossen. Doch ein Volksentscheid könnte den Kern der Reform kippen: die Primarschule.

Die Primarschule

Übergang nach der Primarschule

Zeugnisse

Stadtteilschulen






TOP



TOP