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24.07.2010
 

Atommüllendlager

SPD will Merkel vor den Gorleben-Ausschuss laden

Erkundungsbergwerk Gorleben: Merkel soll vor den UntersuchungsausschussZur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Erkundungsbergwerk Gorleben: Merkel soll vor den Untersuchungsausschuss

Die Kanzlerin soll vor dem Untersuchungsausschuss zum Endlager Gorleben aussagen. Die SPD will Angela Merkel nach Information des SPIEGEL über ihre Zeit als Bundesumweltministerin während der Kohl-Regierung befragen.

Die SPD nimmt im Gorleben-Untersuchungsausschuss die Bundeskanzlerin ins Visier. Es gelte, "das 'Erkundungs-Regime' der Kohl-Regierung auch unter der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel transparent zu machen", schreibt die SPD-Obfrau Ute Vogt nach SPIEGEL-Information in einem Brief an ihre Kollegen aus der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion.

Die Opposition will im Ausschuss belegen, dass Bedenken von Wissenschaftlern übergangen und Gutachten manipuliert wurden, bevor die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl 1983 entschied, den Salzstock Gorleben als mögliches Endlager für hochradioaktiven Atommüll erkunden zu lassen.

"Wer den Auftrag des Untersuchungsausschusses kennt, dem muss klar sein, dass wir uns auch mit der Arbeit der Bundesumweltministerin der Jahre 1994 bis 1998 befassen werden. Das ist die heutige Kanzlerin Angela Merkel", sagt SPD-Obfrau Vogt. Gemeinsam mit den Grünen will sie die Regierungschefin als Zeugin vor den Ausschuss zitieren, um auch Entscheidungsprozesse nach dem Kabinettsbeschluss unter Kohl aufzuklären.

In ihrem Brief an die Fraktion zieht Vogt eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit im Ausschuss, der vor drei Monaten erstmals zusammengetreten ist. In dem Schreiben heißt es: "Heute ist es endlich an der Zeit, den Standort Gorleben zu delegitimieren - politisch, wissenschaftlich und juristisch."

abl

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25.07.2010 von beat126: Man soll Leute zur Verantwortung ziehen, wenn sie noch im Amt sitzen

Dass Frau Merkel als Umweltministerin der damaligen Zeit aussagen soll und damit Verantwortung tragen muss, finde ich einen ganz normalen Vorgang. Man darf dabei nicht nur Fragen stellen, sondern durchaus auch verurteilen. [...] mehr...

24.07.2010 von beat126: Man soll Leute zur Verantwortung ziehen, wenn sie noch im Amt sitzen

Dass Frau Merkel als Umweltministerin der damaligen Zeit aussagen soll und damit Verantwortung tragen muss, finde ich einen ganz normalen Vorgang. Man darf dabei nicht nur Fragen stellen, sondern durchaus auch verurteilen. [...] mehr...

24.07.2010 von jameln: Wer nicht Vergleicht ist blöd

Es ist ja nicht nur die Frage nach Gorleben zu stellen sonder auch wer hatdie Veranwortung für Morsleben? Hier hat die heutige Kanzlerin noch billig Atommüllentsorgt obwohl schon Wissenschaftler davor gewarnt haben. Und jetzt [...] mehr...

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