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27.07.2010
 

EU

Westerwelle erteilt schnellem Türkei-Beitritt eine Absage

Außenminister Westerwelle: "Nicht über Dinge spekulieren, die erst in Jahren anstehen"Zur Großansicht
AP

Außenminister Westerwelle: "Nicht über Dinge spekulieren, die erst in Jahren anstehen"

Außenminister Westerwelle hat Hoffnungen auf einen baldigen EU-Beitritt der Türkei eine klare Absage erteilt. Das Land sei noch nicht reif für eine Mitgliedschaft. Gleichzeitig bekräftigte Westerwelle die große Bedeutung der Türkei für Europa - und warnte davor, die Türken zu vergrätzen.

Berlin - Prinzipiell ist Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) für einen EU-Beitritt der Türkei - aber auf keinen Fall zum jetzigen Zeitpunkt: "Müsste die Frage heute entschieden werden, wäre die Türkei nicht beitrittsfähig und die Europäische Union nicht aufnahmefähig", sagte Westerwelle kurz vor seinem Besuch am Bosporus der "Bild"-Zeitung. Damit bekräftigte er Äußerungen, die er in den vergangenen Monaten gemacht hatte.

Deutschland habe aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen ein großes Interesse daran, dass die Türkei sich Richtung Europa orientiere, sagte Westerwelle der "Bild". "Das Land kann bei der Lösung vieler Konflikte sehr konstruktiv helfen - ob es um Afghanistan, Iran, Jemen oder den Nahen Osten geht."

Westerwelle ließ offen, ob es über einen möglichen EU-Beitritt der Türkei einen Volksentscheid geben sollte. "Man sollte jetzt nicht über Dinge spekulieren, die erst in Jahren anstehen." Wer den Eindruck erwecke, der Beitritt stünde vor der Tür, liege falsch. "In Wahrheit geht es darum, die Türken nicht vor den Kopf zu stoßen und den Eindruck zu erwecken, wir seien nicht an ihnen interessiert. " Westerwelle wird am Mittwoch Istanbul besuchen.

Derzeit verhandelt die EU-Spitze mit der Türkei über einen möglichen Beitritt. In der Union gibt es massive Widerstände gegen eine Vollmitgliedschaft des muslimisch geprägten Landes - die CSU ist gegen einen Beitritt, die Mehrheit der CDU lehnt eine Vollmitgliedschaft der Türkei ebenfalls ab. Wichtige Außenpolitiker wie der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz, sind allerdings dafür.

Die britische Regierung indes ist in Sachen Türkei-Beitritt entschlossener - Premierminister David Cameron will bei einem ebenfalls stattfindenden Besuch in der Türkei vehement für einen Beitritt werben. Die Türkei könne dem Bündnis einen größeren Wohlstand und eine stärkere politische Stabilität bringen. "Ich will, dass wir zusammen eine Straße von Ankara nach Brüssel bauen", hieß es in vorab verbreiteten Redeausschnitten.

anr/Reuters/AFP/dpa

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insgesamt 67 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.08.2010 von mr.jingless: Genau meine Meinung

Ich muss leider immer wieder feststellen das die Türken mit denen ich über diese Problematik spreche immer sehr gereizt reagieren nach dem Motto " Pah wenn ihr uns nicht wollt dann eben nicht" aber das unterschwellige [...] mehr...

01.08.2010 von Diomedes: Und dieser Scheinstaat will zu Europa gehören?

Gewiss, zum despotisch-bürokratischen Moloch zu Brüssel und seinen Lysandern würde die türkische Scheinrepublik unter dem gegenwärtigen Großtürken, welcher jüngst erst behauptete, der sudanesische Tyrann sei unschuldig, da ein [...] mehr...

29.07.2010 von senfwassertrinker: Auf Thema antworten

Ein Hoch auf Ihre Medien. Aber was wollten Sie eigentlich sagen? mehr...

29.07.2010 von mundi: Die Türkei sollte sich auch ohne Beitrittsperspektive reformieren

Türkisches Militär hat völkerrechtswidrig die Republik Zypern überfallen und den Nordteil besetzt. Solange das Militär nicht aus einem EU-Land wie Zypern abzieht und alle Häfen für den Handel mit Zypern öffnet, sollte man [...] mehr...

28.07.2010 von josipbroztito: ....

Die Türkei hat in der EU nichts verloren. Das war mir in dem Moment klar, als türkische Politiker aussagten, die Türkei hätte diese und jene Fortschritte in Menschenrechtsfragen und ähnlichem gemacht, um damit der EU beitreten zu [...] mehr...

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Eigenname: Republik Türkei

Offizieller Eigenname: Türkiye Cumhuriyeti

Staatsoberhaupt: Abdullah Gül
(seit August 2007)

Regierungschef: Recep Tayyip Erdogan
(seit März 2003)

Außenminister: Ahmet Davutoglu
(seit Mai 2009)

Staatsform: Republik

Mitgliedschaften: Nato, OECD, OSZE, Uno

Hauptstadt: Ankara

Landessprache: Türkisch

Fläche: 784.000 km²

Bevölkerung: 75,705 Mio. Einwohner

Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²

Bevölkerungswachstum: 1,2%

Fruchtbarkeitsrate: 2,2 Geburten/Frau

Nationalfeiertag: 29. Oktober

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Kfz-Kennzeichen: TR

Telefonvorwahl: +90

Internet-TLD: .tr

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