ThemaSPDRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
28.07.2010
 

Umfragetief

Union stürzt unter 30 Prozent

Minister Schäuble, Kanzlerin Merkel: Dramatischer WählerschwundZur Großansicht
AP

Minister Schäuble, Kanzlerin Merkel: Dramatischer Wählerschwund

Es ist der schlechteste Wert seit Jahren: Nach einer neuen Umfrage rutschen CDU und CSU in der Wählergunst auf 29 Prozent - und liegen damit nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD. Wären jetzt Wahlen, käme Rot-Grün auf die absolute Mehrheit im Bundestag.

Berlin - Die Politiker machen Sommerpause - der Streit um Atomkraft, Steuern und Gesundheit ruht. Dennoch verzeichnet das Umfrageinstitut Forsa für die Regierungsparteien CDU und CSU ein neues Tief. Erstmals seit fast vier Jahren ist die Union im Forsa-Wahltrend unter die 30-Prozent-Marke gefallen. In der Umfrage für das Magazin "Stern" und RTL verloren CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und kommen nur noch auf 29 Prozent. Die FDP gewinnt in der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung einen Punkt, bleibt mit 5 Prozent aber weiterhin schwach.

Mit insgesamt 34 Prozent verharrt Schwarz-Gelb wie in der Vorwoche auf dem niedrigsten Wert, den das Institut seit Beginn seiner kontinuierlichen Erhebungen für den "Stern" 1986 für die drei Parteien gemeinsam gemessen hat. Unter 30 Prozent lag die Union im Stern-RTL-Wahltrend zuletzt im Herbst 2006 - bei der Bundestagswahl im September 2009 hatte sie 33,8 Prozent erreicht.

Die SPD hält in der Umfrage ihr Jahreshoch von 28 Prozent, zum ersten Mal seit langer Zeit liegen die Sozialdemokraten nur noch einen Prozentpunkt hinter der Union. Auch die Werte der zwei anderen Oppositionsparteien änderten sich nicht: Die Grünen verteidigen ihr Rekordhoch von 19 Prozent, die Linke verharrt bei elf Prozent.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, könnten SPD und Grüne (zusammen 47 Prozent) laut Forsa erneut mit einer absoluten Mehrheit der Mandate rechnen. Insgesamt hat die Opposition aus SPD, Grünen und Linkspartei mit zusammen 58 Prozent weiter einen Vorsprung von 24 Prozentpunkten vor Union und FDP.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Union sei auf den tiefsten Umfragewert seit zehn Jahren gefallen. Das Magazin "Stern" hat seine Angaben berichtigt. Ein Wert von unter 30 Prozent für CDU/CSU wurde zuletzt nicht im Jahr 2000 erreicht, sondern im Herbst 2006.

anr/dpa/AFP

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 4567 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.11.2010 von Batavias: Es geht um Qualität nicht um Quantität

Fein aufgesagt! Das Jobwunder, das keines ist: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725853,00.html Die Abstände zwischen den Jubelmeldungen werden immer kürzer. Wie schlimm muss es da um die Regierung stehen! [...] mehr...

11.11.2010 von ANDIEFUZZICH: Flaschenpfand vs. Regierungskrise?

Also, ich muss schon sagen Morotti, ich bin ja schon wegen eines fehlenden b's hier kürzlich "gemobt" worden, aber ihr Satzbau ist auch abenteuerlich. Abgesehen davon gab es Flaschenpfand auch schon vor der Ära Merkel [...] mehr...

11.11.2010 von tobilechat: Nichts

Da kann man nichts mehr ändern, die haben jetzt langsam alles versiebt. Man kann nur hoffen, dass ein konstruktives Misstrauensvotum dem Trauerspiel ein Ende setzt oder dass sich die Koalition bis zu den nächsten Wahlen nicht [...] mehr...

10.11.2010 von freed&democ:

Der "Wüstenfuchs" ist tot. Hören Sie doch endlich auf, dem Einsatz im Irak hinterher zu trauern. mehr...

10.11.2010 von Palmstroem: Das Märchen vom Mindestlohn

...und das ist gut so. Denn dort wo es den Mindestlohn gibt, ist die wirtschaftliche Erholung noch weit zurück und einzig die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau. Vor allem die Jungen leiden unter Drittweltarbeitslosigkeit - [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Deutschland
alles zum Thema SPD

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Streitpunkte von Schwarz-Gelb

Sparpaket

dpa
Bis 2014 wollen Union und FDP im Bundeshaushalt 81,6 Milliarden Euro einsparen, vor allem bei Arbeitslosen, Familien und im Öffentlichen Dienst. Auch die Wirtschaft soll zur Kasse gebeten werden. Aus der Union gibt es aber Forderungen, Spitzenverdiener stärker zu belasten, weil das Paket zu unsozial sei.

Gesundheit

Bildung

Atomlaufzeiten

Wehrpflicht

Hartz IV

Vorratsdatenspeicherung

Sicherungsverwahrung







TOP



TOP