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05.08.2010
 

Umfrage

CSU stürzt unter 40-Prozent-Marke

CSU-Chef Seehofer in Filmkulissen-Cockpit: Führt er die Partei unter die 40 Prozent-Marke?Zur Großansicht
dpa

CSU-Chef Seehofer in Filmkulissen-Cockpit: Führt er die Partei unter die 40 Prozent-Marke?

Es wäre ein historisches Tief: Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist die CSU in einer nicht veröffentlichten Umfrage unter die 40-Prozent-Marke gerutscht. Dies gelte aber nur für die Wählerstimmung - bei der Sonntagsfrage komme die Partei noch auf genau 40 Prozent, heißt es.

Hamburg/München - Schon bei der Landtagswahl im September 2008 kam die CSU nur noch auf gut 43 Prozent der Stimmen, aber nun ist die Partei nach Informationen der "Bild"-Zeitung noch einmal deutlich abgerutscht - unter die 40-Prozent-Marke: Die Christsozialen kämen bei einer bisher nicht veröffentlichten Umfrage auf rund 38 Prozent Wählerzustimmung, schreibt die Zeitung. Bei der Sonntagsfrage, die unter anderem längerfristige Wählerbindungen berücksichtigt, erreicht die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer demnach gerade noch 40 Prozent.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wies die Meldung entschieden zurück: "Ich kenne keine Umfrage, die die CSU unter 40 sieht, erst recht keine geheime." Alle Umfragen, die er kenne, "sehen uns klar über 40 Prozent".

Die Zeitung beruft sich bei der Meinungsumfrage eines Hamburger Instituts auf Informationen aus CSU-Kreisen. Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sagte, seine Partei müsse "höllisch aufpassen, dass sie nicht in den Abwärtssog der schwarz-gelben Koalition gerät". Es gebe die Gefahr, dass auch der CSU konservative Stammwähler verloren gingen, weil ihnen die Richtung in Berlin nicht passe, sagte Beckstein.

"Wir müssen in Bayern alles tun, um nicht vom Negativ-Trend der CDU erfasst zu werden", erklärte der CSU-Politiker. Zuletzt waren die Christdemokraten in einer Umfrage zum ersten Mal in ihrer Geschichte unter die 30-Prozent-Marke gefallen. Beckstein betonte, es gelte der alte Satz von Franz Josef Strauß, wonach es rechts von der CSU keine andere demokratisch legitimierte Partei geben dürfe. "Die Union darf nicht länger ihre konservativen Stammwähler vernachlässigen."

Ex-Parteichef Erwin Huber sagte der Zeitung, die CSU sei keineswegs immun gegen den Negativtrend der Union insgesamt. "Wir müssen auf unser eigenes Profil achten und auch die konservativen Wähler bundesweit für die Union ansprechen."

flo/apd

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