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12.08.2010
 

Schwarz-gelbe Krise

Forsa gibt CSU und FDP Schuld am Umfragetief

Parteichefs Westerwelle, Merkel, Seehofer: FDP und CSU sieht Forsa als Problem der KanzlerinZur Großansicht
Getty Images

Parteichefs Westerwelle, Merkel, Seehofer: FDP und CSU sieht Forsa als Problem der Kanzlerin

Die schwarz-gelbe Koalition hat in Umfragen ihre Mehrheit verloren. Schuld an den miesen Werten sei hauptsächlich die CSU, die mit ihrem "Klamauk" keine Wähler binden könne, sagt Forsa-Chef Güllner. Und die Liberalen seien "ernsthaft gefährdet".

Berlin/Passau - Der "Klamauk" der CSU drückt nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner die Umfragewerte der schwarz-gelben Koalition. "Das ist tödlich. Mit Riesenzirkus in Berlin gewinnt man verlorengegangenes Vertrauen in Bayern nicht zurück", sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts der "Passauer Neuen Presse".

Forsa hatte die Union bei seiner jüngsten Umfrage unter der 30-Prozent-Marke gesehen. Die "beiden kleinen Partner" seien das Problem von Kanzlerin Merkel, sagte Güllner. Die Liberalen, die laut der Befragung bei fünf Prozent liegen, seien "ernsthaft gefährdet".

Das Problem der CDU sei, "dass sie die Wähler nicht zurückgewinnt, die sie bei der Bundestagswahl an die FDP verloren hatte", sagte Güllner. Sie könne die Mittelständler nicht halten. "Die wenden sich jetzt zwar enttäuscht von den Liberalen ab, kehren aber nicht zur CDU zurück. Das ist das eigentlich Dramatische für die CDU. Sie hat nicht mehr die Bindekraft, um die aus dem eigenen Fleisch stammenden Mittelständler zu halten", sagte der Forsa-Chef.

"Zur Ehrenrettung von Angela Merkel muss man sagen: Der große Einbruch fand bereits unter Helmut Kohl statt." Unter Kohls Kanzlerschaft habe die CDU ein Drittel der Wählersubstanz verloren. "Bei seiner ersten Wahl 1983 haben 43 von 100 Wahlberechtigten Union gewählt. Nach 16 Jahren waren es noch 28 Prozent."

Eine Renaissance der Volksparteien hält Güllner durchaus für möglich. Den Grünen nachzulaufen, sei kein Erfolgsrezept für CDU und SPD. "Das eigentliche grüne Milieu nimmt nicht zu, die Partei sammelt derzeit nur viele Ex-SPD-Wähler ein."

Sigmar Gabriel agiere als SPD-Chef recht geschickt. "Es war richtig, die Gauck-Kandidatur zu nutzen, um sich von der Linkspartei abzugrenzen." Doch werde Gabriel mit dem Thema Atomenergie "nicht mobilisieren können".

Der Unionsnachwuchs sieht eine Mitschuld der FDP an den schlechten Umfragewerten von CDU und CSU. Marco Wanderwitz, Chef der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion, kritisierte, dass Abmachungen wie die Rentengarantie wieder in Frage gestellt würden. "Was man einmal vereinbart hat, das muss dann gelten", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte gefordert, die Rentengarantie wieder abzuschaffen. Wanderwitz kritisierte auch Attacken aus der CSU gegen die FDP. Dies sei nicht hilfreich gewesen. Das Hauptproblem des Umfragetiefs der Union sei aber die mangelnde Erklärung von Erfolgen.

als/dpa

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Fein aufgesagt! Das Jobwunder, das keines ist: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,725853,00.html Die Abstände zwischen den Jubelmeldungen werden immer kürzer. Wie schlimm muss es da um die Regierung stehen! [...] mehr...

11.11.2010 von ANDIEFUZZICH: Flaschenpfand vs. Regierungskrise?

Also, ich muss schon sagen Morotti, ich bin ja schon wegen eines fehlenden b's hier kürzlich "gemobt" worden, aber ihr Satzbau ist auch abenteuerlich. Abgesehen davon gab es Flaschenpfand auch schon vor der Ära Merkel [...] mehr...

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Sparpaket

dpa
Bis 2014 wollen Union und FDP im Bundeshaushalt 81,6 Milliarden Euro einsparen, vor allem bei Arbeitslosen, Familien und im Öffentlichen Dienst. Auch die Wirtschaft soll zur Kasse gebeten werden. Aus der Union gibt es aber Forderungen, Spitzenverdiener stärker zu belasten, weil das Paket zu unsozial sei.

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