Berlin - Noch sind es drei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl, doch SPD-Chef Sigmar Gabriel beschäftigt sich schon jetzt mit der Kür des nächsten Herausforderers von Kanzlerin Merkel (CDU). Der 50-Jährigen hat sich dafür ausgesprochen, über den nächsten Kanzlerkandidaten seiner Partei in einer Art Vorwahl entscheiden zu lassen.
"Ich finde die Idee der französischen Sozialisten spannend: Bei der Aufstellung ihres Präsidentschaftskandidaten sollen nicht nur die Parteimitglieder abstimmen können, sondern auch Sympathisanten, Wähler und Wahlhelfer", sagte Gabriel dem "Stern". "Ich kann mir das auch in Deutschland vorstellen, wenn es mehrere Bewerber gibt."
Ihm sei aber klar, dass diese Idee in der SPD umstritten sei, sagte der Parteivorsitzende. "Natürlich wird es um solche Öffnungen auch Diskussionen geben."
Hart ging Gabriel mit seinem eigenen Berufsstand ins Gericht. Die Politik sei oft zu kleinmütig, sie traue sich zu wenig. "Wir sind doch - egal welcher Partei wir angehören - Politiker geworden, weil wir die Welt verändern wollten. Aber häufig enden wir als Technokraten." Man dürfe als Politiker "nicht gleich aufgeben, wenn man mal scheitert", sagte Gabriel - eine Spitze in Richtung Union.
Der SPD-Chef kritisierte CDU-Politiker für deren Rücktritte. Insbesondere das Verhalten der Regierungschefs Roland Koch (Hessen) und Ole von Beust (Hamburg) bemängelte Gabriel. Er habe "wenig Verständnis dafür, dass ein Ministerpräsident in schwieriger Zeit sein Amt verlässt, nur weil er gerade etwas Besseres vorhat".
hut/dpa/apn
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"Gabriel plant Vorwahl über SPD-Kanzlerkandidaten" Mein Gott, das kann man doch nachvollziehen... der Mann muss auch an seine Zukunft denekn. Wievie Vorstands Posten gibt es denn in den Energie Konzernen schon.... mehr...
"Hart ging Gabriel mit seinem eigenen Berufsstand ins Gericht. Die Politik sei oft zu kleinmütig, sie traue sich zu wenig. "Wir sind doch - egal welcher Partei wir angehören - Politiker geworden, weil wir die Welt [...] mehr...
Das Volk soll einfach noch konsequenter abgelenkt werden: Herr Gabriel sollte sich einfach mal mit den Organen der Bundesregierung befassen....denn: Es gibt in Deutschland einfach keine Wahl des/der Kanzlers/in, insofern [...] mehr...
Zum letzten Punkt melde ich einen starken Dissens an. mehr...
Vorsicht. Das sind alles Böcke, die zum Gärtner gemacht werden wollten. mehr...
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