Hamburg/Berlin - Die deutsche Luftwaffe geht nach SPIEGEL-Informationen offenbar davon aus, dass sie auch in Zukunft ein Geschwader Jagdbomber vom Typ "Tornado" für den Einsatz amerikanischer Atombomben bereithalten muss. In Handlungsempfehlungen zur "Priorisierung Materialinvestitionen" aus dem Verteidigungsministerium werden "zur Sicherstellung der Dauereinsatzaufgabe Nukleare Teilhabe" auch künftig "46 Luftfahrzeuge Tornado IDS" als "erforderlich" bezeichnet.
Für den Nuklearwaffeneinsatz sind somit weit mehr Flugzeuge eingeplant, als nukleare Waffen in Deutschland vorhanden sind. Beim Jagdbombergeschwader 33 im Eifeldorf Büchel vermuten Experten noch 10 bis 20 nukleare Bomben.
Noch im März hatte der Bundestag die Bundesregierung mit breiter Mehrheit aufgefordert, "sich mit Nachdruck für den Abzug der US- Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen". Auch der Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP sieht das Aus für die Nuklearwaffen vor.
Die Luftwaffe scheint dagegen auch langfristig an ihrer "Daueraufgabe Nukleare Teilhabe" festzuhalten. In der Luftwaffenführung wird sogar überlegt, das "Tornado"-Geschwader in Lechfeld und das Ausbildungszentrum in Holloman (USA) aufzugeben, um die Nukleare Teilhabe und Büchel zu retten. Würde jedoch die Ausbildung in den USA beendet, müsste die Luftwaffe wieder erheblich mehr Tiefflüge über dem dichtbesiedelten Deutschland durchführen.
Eurofighter-Flugstunden doppelt so teuer wie erwartet
Zusätzlicher Ärger droht wegen des Eurofighters. Die Betriebskosten für das Flugzeug sind nach SPIEGEL-Informationen deutlich höher als erwartet: Mit 73.992 Euro liegt der Preis pro Flugstunde fast doppelt so hoch wie ursprünglich geplant. Der "Tornado", das bislang teuerste Flugzeug der Luftwaffe, kostet lediglich 43.000 Euro pro Stunde.
Viel teurer als bislang angenommen sind damit auch die Flüge der Luftwaffe im Auftrag der deutschen Industrie. Im Februar 2009 nahmen drei Eurofighter an der Luftfahrtmesse Aero India 2009 teil. Indien plant die Beschaffung von 126 neuen Kampfflugzeugen. Der Eurofighter ist im Wettbewerb. Der Werbeflug dauerte 96 Stunden und kostete damit 7,1 Millionen Euro. 180.000 Euro stellte die Luftwaffe in Rechnung.
Den Rest bezahlte der Steuerzahler. Die Reise sei ein Teil des normalen Flugprogramms gewesen, rechtfertigt die Luftwaffe die Kosten. In diesem Jahr wird der Eurofighter in Indien erprobt. Die Flugzeuge stellt erneut die Luftwaffe.
flo
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Über das Herauslesen merkwürdiger Botschaften aus gegensätzlich artikulierten Aussagen hatten wir ja schon gesprochen. Der Offizier ist genauso wenig einfach schuldig wie er einfach unschuldig ist. Das gilt auch für die Politik [...] mehr...
Verehrter Zerberus, ich stelle in Kürze meine zweite Forschungsarbeit in Buchform über den Umgang mit Andersdenkenden fertig, über Indoktrination und staatliche Manipulation. Diese Themen waren auch Gegenstand meiner [...] mehr...
Wenn sich Menschen, egal ob Deutsche oder nicht, in einem Kriegsgebiet zu Kämpfern ausbilden lassen, werden sie von den Gegnern als solche behandelt werden - und getötet. mehr...
*spon berichtet:* Wenn sich die Meldung bewahrheitet und sich nachweisen lässt, dass es sich um Deutsche Staatsbürger gehandelt hat, die *auf Verdacht außerhalb eines Krieges getötet wurden*, müsste eine deutsche [...] mehr...
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