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30.08.2010
 

Umfrage

Grüne erstmals stärkste Partei in Berlin

Renate Künast: Tritt sie für die Grünen in Berlin gegen Klaus Wowereit an?Zur Großansicht
dpa

Renate Künast: Tritt sie für die Grünen in Berlin gegen Klaus Wowereit an?

Die Grünen dürfen von der Macht in Berlin träumen. Bei einer Forsa-Umfrage überholte die Partei die SPD und ist damit erstmals stärkste Kraft in der Hauptstadt. Ihre mögliche Spitzenkandidatin Renate Künast liegt zurzeit gleichauf mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit.

Berlin - Die Grünen liegen rund ein Jahr vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zum ersten Mal in einer Umfrage vor der SPD und damit auf Platz eins. Bei einer repräsentativen Forsa-Befragung für die "Berliner Zeitung" kamen die Grünen zwar wie im Juli erneut auf 27 Prozent der Wählerstimmen. Doch die SPD verlor einen Punkt und kommt nun nur auf 26 Prozent.

Wenn am Sonntag ein neues Hauptstadt-Parlament gewählt würde, hätte die CDU unverändert 17 Prozent, die Linkspartei 16 Prozent (plus ein Punkt). Die FDP würde mit unverändert 4 Prozent erneut den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.

"Wir haben das erwartet, auch weil die anderen Oppositionsparteien ihre Schwäche nicht überwinden können", wird Forsa-Chef Güllner zitiert. Ein weiterer Grund für die momentane Stärke der Grünen sei der Unmut über die rot-roten Regierungsparteien. Nur 33 Prozent der 1001 von Forsa befragten Berliner sind mit der Arbeit der SPD zufrieden, 61 Prozent sind es hingegen weniger oder gar nicht. Bei der Linken fällt das Urteil noch schlechter aus. Hier sind nur 24 Prozent zufrieden. Sogar 62 Prozent der eigenen Anhänger sind mit der Arbeit der Linkspartei unzufrieden.

Die meisten Berliner (54 Prozent) glauben dennoch an einen Sieg der SPD bei der Landtagswahl. 53 Prozent fänden es gut, wenn Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister im Amt bliebe. Doch mit Renate Künast hat er eine ernsthafte Rivalin. Die Fraktionschefin im Bundestag hat sich zwar noch nicht für eine Kandidatur entschieden. Aber bei einer Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters kämen beide auf 40 Prozent.

als/dpa

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insgesamt 29 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.01.2011 von sitiwati: Berlin

warum nicht, kaput machen kann man in der Stadt eh nix mehr, dei Gute kann dann beweisen, dass dei Grünen es eben besser machen können (wollen) mehr...

08.01.2011 von willhy: antworten

Vielleicht noch 2013 Bundeskanzler......wenn sie Deutschland nicht schon vorher abgeschafft haben. mehr...

08.01.2011 von raka: .

Das ist das große Problem der Parteiendemokratien. Wenn es die einen nicht bringen, wählt man die anderen. Bringen die es dann auch nicht, dann kann man nur wieder die einen wählen oder es ganz bleiben lassen. mehr...

08.01.2011 von raka: .

War meine Hoffnung auch im Bund 1998. Ich wurde bitter enttäuscht. Die hatten sich in der Oppositionszeit ja nicht mal Konzepte für den Fall der Regierungsübernahme erarbeitet. Wer erinnert sich nicht an dieses Gestocher und [...] mehr...

08.01.2011 von raka: .

Sie selbst hat es doch angekündigt, dass sie kandidieren will. Da braucht es keine "offizielle Seite". mehr...

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Die Geschichte der Grünen

7. Oktober 1979 - Einzug in die Bremer Bürgerschaft

Ende der siebziger Jahre schließen sich Bürgerinitiativen wie die Anti-Atomkraft-Bewegung und Splitterparteien wie "Grüne Liste Umweltschutz", "Grüne Aktion Zukunft" und die "Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher" zusammen. Bei der Europawahl 1979 tritt das Sammelsurium als "Sonstige politische Vereinigung Die Grünen" erstmals zur Wahl an - und holt mit ihren Spitzenkandidaten Petra Kelly und Herbert Gruhl immerhin 3,2 Prozent der Stimmen. Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen gelingt der Formation am 7. Oktober 1979 mit 5,1 Prozent der Einzug in das erste Länderparlament.

13. Januar 1980 - Gründung der Bundespartei

6. März 1983 - Erfolg bei der Bundestagswahl

16. Oktober 1985 - Rot-grüne Premiere in Hessen

25. Januar 1987 - Zwischenhoch der "Fundis"

2. Dezember 1990 - Rückschlag für die West-Grünen

14. Mai 1993 - Fusion von Grünen und Bündnis 90

27. September 1998 - Rot-Grün regiert Deutschland

22. September 2002 - Wiederwahl mit neuem Programm

18. September 2005 - Ende des rot-grünen Projekts

15. September 2007 - Ende des grünen Pragmatismus

17. April 2008 - In Hamburg regiert Schwarz-Grün

5. November 2009 - Grüne legen ersten Koalitionsvertrag als Jamaika-Partner im Saarland vor

28. November 2010 - Grüne verlassen Koalition in Hamburg

12. Mai 2011 - Kretschmann erster grüner Ministerpräsident

25. Juni 2011 - Grüne stimmen schwarz-gelber Atomwende zu






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