Nach "Focus"-Informationen hat die Akte umfangreiche Berichte über Geldgeschäfte, Polit-Intrigen und das Privatleben des CSU-Ministerpräsidenten enthalten. Der bayerische Verfassungsschutz- Präsident Gerhard Forster bestätigte dem Magazin die Vernichtung kompromittierender Stasi-Dossiers im Landesamt. Über den Akten- Vorgang Strauß wollte er sich nicht äußern.
Nach den Recherchen des Magazins lieferten Überläufer aus den Reihen des Ministeriums für Staatssicherheit Anfang 1990 Personen-Dossiers westdeutscher Politiker sowie Abhör-Protokolle nach München. Im Rahmen der geheimen Aktionen mit den Decknamen "Saba" und "Eunova" habe Bayern die meisten Stasi-Papiere an Bundesbehörden weiter gegeben. Der damalige Verfassungsschutz-Chef Hubert Mehler habe jedoch aus Sorge um das Ansehen von Franz-Josef Strauß dessen Akte nach Absprache mit der Regierung im Reißwolf vernichten lassen.
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