Kanzlerkandidat Steinbrück: Verfolgen Sie den Auftritt der Troika

Die Entscheidung ist gefallen: Peer Steinbrück ist Kanzlerkandidat der SPD. Die Troika mit Steinbrück, Gabriel und Steinmeier tritt vor die Presse. Sie können den Auftritt live verfolgen.

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dapd

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Nach monatelangem Hin und Her ist es entschieden: Peer Steinbrück wird Kanzlerkandidat der SPD und damit Angela Merkel herausfordern. Ursprünglich wollte die Troika aus Parteichef Sigmar Gabriel, dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und Steinbrück erst im kommenden Jahr entscheiden, wer von ihnen bei der Bundestagswahl 2013 als Spitzenkandidat antreten soll. Zuletzt war der Druck auf die Sozialdemokraten wegen einer rascheren Entscheidung immer größer geworden. Daraufhin beschloss die SPD-Spitze, die Antwort auf die K-Frage vorzuziehen.

Die Troika gibt jetzt eine Pressekonferenz. Sie können dabei sein: Verfolgen Sie die Statements im Video-Livestream auf SPIEGEL ONLINE.

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insgesamt 4 Beiträge
Gratulation an die SPD. Mit der Nominierung Peer Steinbrücks, der maßgeblich an der Deregulierung des Finanzmarktes und der daraus resultierenden Bankenkrise beteiligt war, ist die SPD "für den kleinen Mann" endgültig [...]
Gratulation an die SPD. Mit der Nominierung Peer Steinbrücks, der maßgeblich an der Deregulierung des Finanzmarktes und der daraus resultierenden Bankenkrise beteiligt war, ist die SPD "für den kleinen Mann" endgültig unwählbar geworden...
hanfiey 28.09.2012
Ich will nicht sagen das die Merkel besser ist, ich habe bislang immer das kleinere übel gewählt. Damit ist jetzt Schluss.Rot-grün geht schon mal gar nicht.
Ich will nicht sagen das die Merkel besser ist, ich habe bislang immer das kleinere übel gewählt. Damit ist jetzt Schluss.Rot-grün geht schon mal gar nicht.
wollump 28.09.2012
Nach dem Aus von MP Beck müsste jetzt eigentlich nur noch Peer Steinbrück zurücktreten, um auch die schlimmen Hartz-Vergangenheitssünden der SPD auszumerzen. Nie war es leichter, mit nur wenigen Ideen und unbelasteten Kandidaten [...]
Nach dem Aus von MP Beck müsste jetzt eigentlich nur noch Peer Steinbrück zurücktreten, um auch die schlimmen Hartz-Vergangenheitssünden der SPD auszumerzen. Nie war es leichter, mit nur wenigen Ideen und unbelasteten Kandidaten Erfolg zu haben und eine täglich neu dilettierende Regierung abzulösen.
wollump 28.09.2012
Volle Zustimmung ! Aber was jetzt - nicht die CDU oder CSU, oder ? Auswandern? Bomben werfen? Verantwortliche Sozis Aufknüpfen? Ein Blick in unsere Parteienlandschaft zeigt doch mit erbarmungsloser Dramatik, wer demnächst [...]
Zitat von spon-facebook-1368349702Gratulation an die SPD. Mit der Nominierung Peer Steinbrücks, der maßgeblich an der Deregulierung des Finanzmarktes und der daraus resultierenden Bankenkrise beteiligt war, ist die SPD "für den kleinen Mann" endgültig unwählbar geworden...
Volle Zustimmung ! Aber was jetzt - nicht die CDU oder CSU, oder ? Auswandern? Bomben werfen? Verantwortliche Sozis Aufknüpfen? Ein Blick in unsere Parteienlandschaft zeigt doch mit erbarmungsloser Dramatik, wer demnächst hier das Sagen haben will und wird : Rösler, Niebel, Dobrindt, Söder, Schröder, Friedrich und Konsorten, zur Linken fallen mir schon gar keine Namen mehr ein, will ich mir auch gar nicht erst merken. Auswandern und Aufbauhilfe in Afrika gäbe noch einen vernünftigen Sinn.
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  • Freitag, 28.09.2012 – 14:03 Uhr
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  • Getty Images
    Peer Steinbrück, 65, trat 1969 in die SPD ein. Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Sozialwissenschaft begann er im Bundesbauministerium. Es folgten Stationen im Forschungsministerium und Kanzleramt, ehe Steinbrück ab Ende 1986 das Büro von NRW-Ministerpräsident Johannes Rau leitete.

    1993 machte ihn die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis zum Wirtschaftsminister. 1998 wechselte er wieder nach NRW und wurde zunächst Wirtschafts-, später Finanzminister.

    Nach dem Wechsel von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement in die Bundesregierung übernahm Steinbrück Ende 2002 das Amt des NRW-Regierungschefs, 2005 verlor er die Landtagswahl. Nach der Bundestagswahl 2005 wurde er Finanzminister in der Großen Koalition, verschaffte sich als Manager in der Finanzkrise 2008 hohes Ansehen.

    Seit der SPD-Niederlage bei der Bundestagswahl 2009 sitzt Steinbrück als einfacher Abgeordneter im Bundestag. Seinen Posten als SPD-Vizechef gab er Ende 2009 auf.

Kurzporträts der SPD-Spitze
REUTERS
Mit 51 Jahren wurde Gabriel, Jahrgang 1959, jüngster Parteichef seit Willy Brandt. In der Großen Koalition war er bis Herbst 2009 Umweltminister und profilierte sich im Wahlkampf mit Attacken gegen die Atomkraft. Nach dem Wahldesaster der Sozialdemokraten griff er entschlossen nach dem Parteivorsitz. Nach einem starken Start hat seine Autorität zuletzt im Streit um Thilo Sarrazin und die Migrantenquote Schaden genommen. Als natürlicher Kanzlerkandidat gilt er inzwischen nicht mehr.

Der gelernte Lehrer aus Goslar ist seit 1977 SPD-Mitglied. Mit 40 Jahren war er jüngster deutscher Ministerpräsident in seinem Heimatland Niedersachsen (1999-2003). Nach der Abwahl wechselte Gabriel nach Berlin und gab ein Intermezzo als "Pop-Beauftragter" der Sozialdemokraten, was ihm eher Spott als Anerkennung einbrachte ("Siggi Pop"). Gabriel ist mit einer Zahnärztin verheiratet.




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