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Pannen beim Transportflieger A400M: Von der Leyen rechnet mit Airbus ab

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Von der Leyen vor Airbus A400M (in Wunstorf): "Es geht um Deutschlands Verlässlichkeit in seinen Bündnissen"

Es ist ein Milliarden-Desaster: Die Bundeswehr wartet weiter auf ihr neues Transportflugzeug A400M. Verteidigungsministerin von der Leyen greift nun im SPIEGEL den Hersteller Airbus an. Deutschlands Verlässlichkeit stehe auf dem Spiel.

Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Airbus scharf dafür kritisiert, dass sich die Lieferung des Bundeswehr-Transportflugzeugs A400M erneut verzögert. "Hier steht weit mehr auf dem Spiel als das Image eines Industrieunternehmens, es geht um Deutschlands Verlässlichkeit in seinen Bündnissen", sagte von der Leyen dem SPIEGEL.

"Die von Airbus angekündigten erneuten Verzögerungen bei der A400M treffen uns zur ungünstigsten Zeit." Sie erwarte, "dass der Konzern alle Hebel in Bewegung setzt, um die Auswirkungen der unternehmensinternen Probleme auf die Bundeswehr so gering wie möglich zu halten."

Bei der Kontrolle der ersten A400M im November 2014 durch die Bundeswehr-Prüfer gab es nach SPIEGEL-Informationen 875 Mängel. Im Protokoll, das dem SPIEGEL vorliegt, vermerken sie unter anderem Schimmel in der Küchenspüle, ausgelaufenes Hydrauliköl am Hauptfahrwerk und an den Reifen, fehlende Isolierungen an Elektrokabeln, schlechten Anstrich am Heckruder.

Die Bundeswehr-Kontrolleure notieren auch die "mangelnde Sauberkeit" in der Herstellungshalle. Das Werkzeug sei nicht richtig beschriftet. Ihr Fazit: "Airbus scheint ein ernstes Problem mit seinem Verständnis von Produktqualität zu haben." Airbus wollte sich auf SPIEGEL-Anfrage nicht zu den Vorwürfen äußern.

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dk/gor/gt

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insgesamt 214 Beiträge
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1. es gibt gute Militärtransporter am Markt
gitane 24.01.2015
...einfach in Amerika kaufen. ..
2. Verlässlichkeit
badduck 24.01.2015
steht auf dem Spiel...Der war gut! Weiß sie wpran in Berlin gebaut wird?
3. Schimmel in der Küchenspüle?
hummelhirte 24.01.2015
Ist ja ein gravierender Sicherheitsmangel, vielleicht einfach mal sauber machen?
4. Und was passiert jetzt Airbus?
chagall1985 24.01.2015
NICHTS! Warum sollte sich irgendwer um Pünktliche Lieferung oder höchste Qualität bemühen wenn der Kunde alles aber wirklich alles ohne jede ernstzunehmende Konsequenz mit sich machen lässt? Airbus ist ein Konzern! Die verstehen nur die Sprache des Geldes. Und solange es da nicht weh tut gibt es auch keinen Grund Fachpersonal zu benutzen, Extraschichten einzulegen oder sonst eine Investition vorzunehmen. Frau von der Leyern kann sich diese hohlen Sprüche getrost schenken, das beeindruckt wirklich niemanden! Konventionalstrafen beeindrucken 20% Preisnachlass bei über einem Jahr Verspätung beeindrucken. Ausschluss von weiteren Regierungsaufträgen tun weh. Also bitte Frau von der Leyen: WAS IST DIE KONSEQUENZ FÜR AIRBUS??
5. albern und
bumminrum 24.01.2015
Ausdruck völliger Ahnungslosigkeit sind die Äusserungen von dieser Ministerin. Es handelt sich hier um ein hochkomplexes System und eben nicht um eine Waschmaschine, wie sie die Ministerin vertraut ist. Es ist völlig normal, dass bei der Abnahme großer Systeme seitenlange Mängellisten geschrieben werden. Manches ist völliger Kleinkram und manches ist wirklich wichtig und relevant. Ca. 800 Punkte sind nach meinen Erfahrungen im Anlagenbau eher wenig.
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