Abkommen Deutschland vertritt künftig israelische Bürger weltweit

Die Bundesrepublik und Israel vertiefen ihre Zusammenarbeit. In allen Ländern, in denen der jüdische Staat keine Botschaften unterhält, können sich Israelis schon bald an deutsche Vertretungen wenden.

Regierungschefs Netanjahu und Merkel (2012): "Eine besondere Botschaft"
AP

Regierungschefs Netanjahu und Merkel (2012): "Eine besondere Botschaft"


Berlin - Deutschland und Israel haben sich auf eine ungewöhnlich enge Zusammenarbeit bei der Betreuung ihrer Bürger im Ausland geeinigt. Die Bundesrepublik übernimmt künftig die konsularische Vertretung von Israelis in allen Ländern, in denen der jüdische Staat keine Botschaften unterhält. Darauf einigten sich beide Regierungen nach Angaben der israelischen Botschaft in Berlin.

Das Abkommen soll bei den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen am Montag und Dienstag in Jerusalem unterzeichnet werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist Anfang kommender Woche mit dem gesamten Kabinett nach Israel - nur Kanzleramtsminister Peter Altmaier kommt nicht mit.

Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, bezeichnete das Abkommen als "eine besondere Botschaft". Deutschland besitze sehr viele konsularische Vertretungen in der Welt. Zum anderen sei die Bundesrepublik international hoch angesehen. "Drittens aber unterstreicht dies die besondere Bedeutung der deutsch-israelischen Beziehung", sagte der Gesandte.

Für israelische Bürger dürfte das Abkommen vor allem in islamischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia Bedeutung haben, in denen Israel keine eigene diplomatische Vertretung unterhält.

syd/Reuters



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