Seit Stoibers Abgang wetteifern die Großdeuter der Republik mit CSU-Abgesängen um die Gunst des Publikums. Seehofer schien der Absturz seiner Partei, der Verlust ihrer absoluten Mehrheit, dagegen immer reparabel. Sonst wäre er im Herbst 2008 wohl nicht angetreten. Einfach zu schwach und wie aus einer anderen, fernen Zeit schien das gescheiterte Polit-Tandem Beckstein-Huber. Doch die Krise der Partei war längst eine strukturelle, die sich in konkreten Pleiten über die vergangenen Jahre manifestiert.
Bei Unterzeichnung des schwarz-gelben Koalitionsvertrags im Bund meinte Seehofer, vielleicht wiederhole sich dies ja 2013 und auch 2014, wenn daheim wieder Landtagswahl sei. Und setzte hinzu: "Ich wünsche mir das jedenfalls."
Das löste Verwunderung aus.
Seehofer, bekanntlich auch unberech-enbar in seinen Polit-Späßen, war seiner Partei immer ein Stück voraus. Vielleicht auch mit dem Eingeständnis, dass die absolute Mehrheit auf lange Zeit perdu ist.
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