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Rechtspopulismus: AfD-Vize für Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge

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DPA

Alexander Gauland: "Ich sehe das ganz genauso"

Der AfD-Landeschef von NRW will Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt abwehren. Aus der Parteispitze bekommt der umstrittene Parlamentarier Unterstützung: "Alles andere macht keinen Sinn."

Waffengewalt als Ultima Ratio gegen Flüchtlinge - das hatte Marcus Pretzell, der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), am Wochenende vorgeschlagen. Der umstrittene Europaabgeordnete steht mit dieser Auffassung in seiner rechtspopulistischen Partei nicht allein: Pretzell bekam Rückendeckung von Alexander Gauland, dem Vizechef der Bundespartei.

"Ich sehe das ganz genauso", sagte Gauland dem "Handelsblatt". "Unsere Grenzen müssen effizient gesichert werden. Alles andere macht keinen Sinn."

Pretzell hatte am Wochenende erklärt: "Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit." Er glaube aber nicht, dass der Waffeneinsatz notwendig sei, weil es eine "ganze Reihe von anderen Möglichkeiten" gebe wie etwa Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas.

Slowenien und Österreich ließen Zehntausende Menschen "unregistriert ins Land hinein", sagte Pretzell. "Man kann das verhindern. Wenn man den ersten Schuss in die Luft abgibt, wird deutlich, dass wir entschlossen sind." Er glaube aber nicht, dass man anfangen müsse zu schießen - "die Menschen sind ja vernunftbegabt".

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