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Skandal um Lutz Bachmann: AfD beriet Pegida in Hitler-Affäre

AfD-Politikerin Petry: "Bachmann ist nicht mehr zu halten" Zur Großansicht
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AfD-Politikerin Petry: "Bachmann ist nicht mehr zu halten"

Die Pegida-Spitze hat in der Affäre um ihren Mitbegründer Rat bei Frauke Petry gesucht. Die sächsische AfD-Chefin empfahl nach SPIEGEL-Informationen dessen Rücktritt: "Bachmann ist nicht mehr zu halten."

Hamburg - Die sächsische AfD hat mit dem Dresdner Anti-Islam-Bündnis Pegida die Hitler-Affäre von dessen Gründer Lutz Bachmann diskutiert. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

Als in dieser Woche ein Foto von Pegida-Gründer Lutz Bachmann in Hitler-Pose auftauchte, habe sich Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel Rat suchend an die sächsische AfD gewandt. Das sagte die Landesvorsitzende der Partei in Sachsen, Frauke Petry, dem SPIEGEL. "Ich habe ihr gesagt, dass Bachmann nicht mehr zu halten ist", so Petry. Am selben Tag verkündete Oertel Bachmanns Rücktritt.

Bachmann zog sich unter anderem von seinem Posten als Vorsitzender des Pegida-Vereins zurück. Gegen ihn wird wegen Volksverhetzung ermittelt. Zuvor waren ein Foto Bachmanns mit Hitler-Bart und ausländerfeindliche Facebook-Einträge öffentlich geworden.

Petry veröffentlichte am Mittwoch eine Pressemitteilung zum Rücktritt - allerdings zwei Stunden, bevor dieser Schritt überhaupt verkündet wurde. Nach sieben Minuten wurde die Erklärung wieder zurückgezogen. Man habe sie aus Versehen versendet, hieß es.

Da sich die Sätze Petrys mit jenen der offiziellen Pegida-Pressemitteilung Oertels stark ähnelten, hat die Episode Fragen nach dem Grad der Zusammenarbeit aufgeworfen. Dass Petry und Oertel telefoniert haben, berichten auch "SZ" und "FAZ".

Petry, die auch Bundesvorsitzende der AfD ist, hatte sich Anfang Januar bereits mit Vertretern von Pegida getroffen. In ihrer Partei ist das Ausmaß einer Zusammenarbeit mit der Anti-Islam-Bewegung allerdings heftig umstritten.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 35 Beiträge
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1. Tja
townsville 23.01.2015
Es wächst zusammen, was zusammen gehört.
2.
thomas.b 23.01.2015
Ob es demnächst auf den Pegida-Demos dann Hasstiraden auch gegen die AfD geben wird? Von wegen "Volksverrat" und so? Wir dürfen gespannt sein.
3. Daß sich
gesell7890 23.01.2015
diese selbsternannten Retter der Abendlandes auch immer so saudoof anstellen müssen. Dann laßt das Abendland besser so wie's is. Is besser so, glaubt's einem alten Mann...
4. Glückwunsch!
boblinger 23.01.2015
Jetzt ist die AFD in Sachsen zugleich Teil des Parlaments und APO! Bis zur Nationalen Einheitsfront ist es damit nicht mehr weit. Das freut den gelernten Dresdner. Endlich wieder Parteiparaden!
5. Petry und Oertel haben also telefoniert ...
kopp 23.01.2015
... Ein ungeheuerlicher Vorgang ! Hier sollte umgehend die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen. Wo kommen wir hin, wenn in Deutschland jemand unerlaubt zum Telefonhörer greift.
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