Polizei sucht Zeugen Bremens AfD-Chef angegriffen und verletzt

Unbekannte haben in Bremen den AfD-Politiker Frank Magnitz angegriffen. Der Partei zufolge liegt er mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln.

Frank Magnitz während einer Sitzung des Bundestages
DPA

Frank Magnitz während einer Sitzung des Bundestages


Der Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der AfD Bremen, Frank Magnitz, ist am Montag von mehreren Personen angegriffen und verletzt worden. Der Vorfall habe sich gegen 17.20 Uhr in der Nähe des Theaters am Goetheplatz ereignet, teilte die Polizei Bremen mit.

Aufgrund der Funktion des Geschädigten sei von einer politischen Motivation der Tat auszugehen. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln demnach.

Nach Angaben der Bremer AfD wurde Magnitz von drei Vermummten attackiert. Er liege mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Dazu veröffentlichte die Partei ein Foto, das den Verletzten zeigen soll. Der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen verbreitete das Foto bei Twitter und schrieb, Magnitz sei "halbtot geschlagen" worden. Zahlreiche AfD-Politiker verurteilten den Angriff ebenfalls und wünschten Magnitz baldige Genesung.

Die Polizei nannte keine Details zum Angriff. Sie sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

"Keinerlei Rechtfertigung"

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir twitterte am frühen Dienstagmorgen, er hoffe, dass der oder die Täter bald ermittelt und verurteilt werden. "Auch gegenüber der AfD gibt es keinerlei Rechtfertigung für Gewalt. Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen."

Wenig später meldete sich auch Außenminister Heiko Maas zu Wort. "Gewalt darf niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein - völlig egal, gegen wen oder was die Motive dafür sind", schrieb der SPD-Politiker bei Twitter. "Wer ein solches Verbrechen verübt, muss konsequent bestraft werden."

Der Bundestagsfraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, erklärte: "Es gibt keine Rechtfertigung für ein solches Verbrechen."

aar/kev/dpa

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