Nach Brandanschlag in der Ukraine Staatsanwaltschaft ermittelt gegen früheren Mitarbeiter von AfD-Abgeordnetem

Der Ex-Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten der AfD soll hinter einem Brandanschlag in der Ukraine stehen. Untersuchungen gegen den Mann laufen bereits.

Staatsanwaltschaft Berlin
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Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ex-Mitarbeiter eines AfD-Bundestagsabgeordneten wegen Anstiftung zu einer schweren Brandstiftung in der Ukraine. Das Verfahren laufe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Nach Berichten des ARD-Magazins "Kontraste" und von T-Online.de soll der Mann die mutmaßlichen Täter finanziert haben. Diese müssen sich demnach derzeit in einem Prozess in Polen wegen eines Brandanschlags auf ein Kulturzentrum der ungarischen Minderheit in der ukrainischen Stadt Uschhorod im Februar 2018 verantworten, berichteten ebenso ukrainische Medien.

Der Bundestagsabgeordnete erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, das Beschäftigungsverhältnis mit dem Verdächtigten sei zum 15. Januar beendet worden - und damit noch vor der Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft. Im angeblichen Tatzeitraum habe es kein Beschäftigungsverhältnis mit ihm gegeben.

dpa nennt den Namen des Bundestagsabgeordneten nicht. Mehreren anderen Medienberichten zufolge handelt es sich jedoch um den AfD-Politiker Markus Frohnmaier.

kev/dpa

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