Streit mit hessischem Landesverband AfD-Sprecher Lucke will durchgreifen

Die Euro-Kritiker kommen nicht zur Ruhe: Nach SPIEGEL-Informationen versucht die AfD-Parteispitze, den hessischen Landesvorsitzenden Volker Bartz zu entmachten. Hintergrund sind Zweifel an dessen Doktor- und Professorentitel.

AfD-Bundessprecher Lucke: Ärger mit Landesverbänden
REUTERS

AfD-Bundessprecher Lucke: Ärger mit Landesverbänden


Die Bundesspitze der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) versucht erstmals, einen ihrer amtierenden Landesvorsitzenden zu entmachten. Die Parteispitze um Bundessprecher Bernd Lucke beschloss jetzt, auf dem nächsten Parteitag der AfD Hessen am 11. Januar die Abwahl des gerade erst ins Amt gekommenen Landeschefs Volker Bartz zu beantragen.

Im Bundesvorstand rechnet man damit, dass die hessischen Mitglieder dem Antrag folgen werden. Unter anderem weigert sich Bartz seit geraumer Zeit, die Herkunft angeblicher Doktor- und Professorentitel offenzulegen, die er führt. Deswegen hatte ihn der Bundesvorstand offiziell verwarnt, bislang vergeblich. Bartz lehnt einen Rücktritt ab: "Ich bleibe standhaft." Gelingen die Abwahl von Bartz und die Neuwahl eines Vorstands, wäre das bereits der dritte in kurzer Zeit.

Der hessische Landesverband sorgte erst kürzlich für Unmut auf Bundesebene. Weil er krude Thesen im Internet veröffentlichte, musste Landesschatzmeister Peter Ziemann gehen. Dieser habe sich "klar verfassungswidrig geäußert", sagte Lucke.

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insgesamt 25 Beiträge
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arinari 28.12.2013
1. Ein neutrales Foto
Danke, der Spiegel hat doch noch ein menschliches Gesicht gezeigt. Die Krikik am anderen Foto war wohl berechtigt und nicht zu ignorieren.
Senf-Dazugeberin 28.12.2013
2. Juhu, endlich eine Partei
Juhu, endlich eine Partei, die SELBER intern aufräumt wenn Bedarf ist. Im Gegensatz dazu ist es ja bei den alteingesessenen Parteien normal, erstmal abzuwarten bis die Opposition oder die öffentliche Meinung zu Rücktritten zwingt.
idags 28.12.2013
3. Richtig so, Professor Lucke und AfD-Bundesvorstand …
sobald Unklarheiten bestehen aufräumen und klare Verhältnisse schaffen. Das ist genau die richtige Vorgehensweise. Auch beim hessischen Landesverband, wo sich anscheinend einige U-Boote einnisten wollten. Die AfD ist die von Sachverstand und Vernunft geleitete Partei der Bürgerschaft. In dieser neuen Partei ist kein Platz für Hochstapler, Querulanten und egomane Selbstdarsteller vom linken oder rechten Rand.
username987 28.12.2013
4. qualitätsmedium spiegel
Zitat von arinariDanke, der Spiegel hat doch noch ein menschliches Gesicht gezeigt. Die Krikik am anderen Foto war wohl berechtigt und nicht zu ignorieren.
der spiegel ist doch unabhängigkeit und überparteilichkeit verpflichtet. oder etwa nicht?
kpb47 28.12.2013
5. Von wegen!
Das Foto ist doch noch da: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-eurogegner-kommen-nicht-zur-ruhe-a-940996.html
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