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Rechenschaftsbericht: AfD nimmt mehr als sieben Millionen Euro ein

AfD-Chef Bernd Lucke: Seine Partei machte 2013 satten Überschuss Zur Großansicht
DPA

AfD-Chef Bernd Lucke: Seine Partei machte 2013 satten Überschuss

Spenden machen bei der AfD mehr als die Hälfte der Einnahmen aus. Nach SPIEGEL-Informationen verbuchten die Rechtspopulisten im ersten Jahr ihres Bestehens insgesamt 7,7 Millionen Euro - davon waren 4,3 Millionen Euro Spenden.

Hamburg - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat im ersten Jahr ihres Bestehens mehr als 7,7 Millionen Euro eingenommen. Das geht aus dem ersten AfD-Rechenschaftsbericht hervor, der in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll.

Im Jahr 2013 waren die größten Einnahmeposten demnach Spenden in Höhe von insgesamt 4,3 Millionen Euro. Die drei höchsten Einzelspenden – jeweils 50.000 Euro – stammten von der baden-württembergischen Firma Wahl-Bau sowie von Erika und Folkard Edler aus Hamburg. Der hanseatische Reeder hatte die Partei zusätzlich mit umstrittenen Wahlkampfdarlehen in Millionenhöhe unterstützt. Rund 28.000 Euro spendete der Mannheimer Ökonomieprofessor Roland Vaubel den Eurogegnern, rund 22.000 Euro ein Zahnarzt aus dem hessischen Neuberg. Auch der frühere Republikaner-Funktionär Ulrich Wlecke, der später in den nordrhein-westfälischen AfD-Landesverband überlief, taucht in der Spenderliste auf – mit 14.500 Euro. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Dem Rechenschaftsbericht zufolge nahm die AfD außerdem "nicht zweifelsfrei zuzuordnende Zuwendungen" in Höhe von rund 492.000 Euro ein. Derart ausgestattet konnte die Partei im Jahr 2013 gut 3,8 Millionen Euro in ihre Wahlkämpfe investieren und rund 200.000 Euro für ihr Personal ausgeben. Am Ende blieb der AfD ein satter Überschuss – mehr als 2,3 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Die FDP nahm laut ihrem Rechenschaftsbericht in 2012 fast 5,9 Millionen Euro an Spenden ein - gut 17 Prozent der Gesamteinnahmen. Die CDU verbuchte gut 18 Millionen Euro an Spenden, was etwa 13 Prozent ihrer Einnahmen entspricht.

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insgesamt 73 Beiträge
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1. Die Hetze der Lügenpresse heizt offenbar die Spendenbereitschaft der Bürger an.
stanislaus01 21.03.2015
Immer weiter so, Spiegel. Die Kluft zum Bürger öffnet sich immer weiter in Eurer Selbstverliebtheit für absurde Ideen. Ihr habt die Meinungsführerschaft längst verloren. Als die Bürger merkten, dass es Euch nur noch um Meinungsmanipulation geht. Und nicht darum, dass die Bürger sich ihrer eigenen Köpfe in bester Tradition der Aufklärung mit seriösen Informationshilfe bedienen.
2. muss das sein?
Nonvaio01 21.03.2015
Nach SPIEGEL-Informationen verbuchten die Rechtspopulisten kann man nicht einfach schreiben die Partei? Mit solcher art von Meinungsbildung muss man sich nicht wundern das man von einer gesteuerten Presse spricht. Alles was nicht conform ist wird als rechts oder links populistisch bezeichnet. Der Buerger erkennt das mittlerweile, alles was man dadurch erreicht ist das man noch mehr leute in die arme dieser Partei treibt, einfach weil man genug von dem ganzen versuch der Gehirnwaesche hat, und weil man genug Davon hat als dumm verkauft zu warden. Einfach mal darueber nachdenken.....
3. Rechtspopulisten nehmen Geld ein ...
fc-herrenturnverein 21.03.2015
... da windet sich das Establishment in Schmerzen. Euros für die Eurohasser! Das Geld ist bei Spendern weg und nicht bei Eurokraten angekommen! Geld. Richtiges Geld. Keine Kredite? Bei der AfD? Das geht ja gar nicht. Geld. Geld bei den Bösen. Was ,wenn die AfD jetzt davon Waffen kauft? Oder Aktien? Oder Gold? Oder Kunstwerke? Kann man Rechtspopulisten nicht einfach - sagen wir mit 90% - besteuern? Oder einfach der Antifa die gleichen 7,7 Millionen als Ausgleich überweisen? Hilfe, das System ist in Gefahr ... So, mal ne andere Frage: womit verdienen zB die Grünen denn ihr Parteigeld? Mit Griechenlandkrediten?
4. die Bürger ...
Hilfskraft 21.03.2015
Zitat von stanislaus01Immer weiter so, Spiegel. Die Kluft zum Bürger öffnet sich immer weiter in Eurer Selbstverliebtheit für absurde Ideen. Ihr habt die Meinungsführerschaft längst verloren. Als die Bürger merkten, dass es Euch nur noch um Meinungsmanipulation geht. Und nicht darum, dass die Bürger sich ihrer eigenen Köpfe in bester Tradition der Aufklärung mit seriösen Informationshilfe bedienen.
... können selber denken! Die brauchen Sie, lieber Forist nicht zum Vorkauen und Presse dient der Meinungsbildung. Das sollten Sie doch wohl einem freien Land zugestehen, oder ...?
5. Warum sind ehemalige CDU-Wähler Rechtspopulisten?
axelmueller1976 21.03.2015
Ich lese Ihre Zeitschrift sehr gern weil sie sehr informativ ist. Kann aber ihre Stimmungsmache gegen die AfD nicht verstehen. Denn vermutlich sind die Spender völlig normale ehrliche Bürger welche die EURO-Politik der Regierung nicht teilen weil sie zum Nachteil der Bürger ist. Das sollten sie auch beim Spiegel respektieren, sonst verlieren sie Abos und Leser.
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